Niedensteiner Parlament beschloss Bau eines Bürgersteigs zur Jausenstation

Gehweg erhitzte die Gemüter

Niedenstein. Über nichts debattierten die Niedensteiner Parlamentarier in ihrer jüngsten Sitzung so lange wie über den 170 Meter langen Gehweg auf der Rieder Straße (K 82) in Richtung Jausenstation – um am Ende doch dessen Bau zu beschließen.

Grund für den großen Diskussionsbedarf war die Tatsache, dass die Anlieger des geplanten Gehweges die Hauptlast der Kosten schultern sollen. Das Trottoir ist mit 40 000 Euro veranschlagt. 10 000 Euro zahlt die Stadt, die restlichen 30 000 Euro werden laut Straßenbeitragssatzung der Stadt auf die Anwohner verteilt. Die Summe, die sie zahlen müssen, richtet sich nach der Größe ihrer Grundstücke. Die Satzung der Stadt Niedenstein macht klare Vorgaben: Die Anlieger müssen 75 Prozent der Kosten übernehmen.

Deshalb wurde der Antrag der FWG, den Tagesordnungspunkt doch noch einmal zu vertagen und im Vorfeld mit den Anliegern über das zu sprechen, was da auf sie zukommt, abgelehnt. Die Verwaltung setze natürlich auf ein Einvernehmen mit den Anliegern, sagte Lange.

Da der Landkreis seit April die Kreisstraße saniere, solle im Zuge dieser Arbeiten auch zeitgleich der Bordstein erneuert werden, sagte Lange. Der in den 70er-Jahren errichtete Gehweg zwischen der Einmündung Feldborde und der Zufahrt der ehemaligen Ziegelei befinde sich noch in einem passablen Zustand, hieß es in der Sitzung – die Sanierung der Kreisstraße ziehe aber den Bau eines neuen Bürgersteigs nach, eventuell auch auf der anderen Straßenseite.

Natürlich bedeute das eine finanzielle Belastung für die Anwohner, doch sorge der Gehsteig erstens für mehr Sicherheit, zweitens gebe es eine klare Sach- und Rechtslage. In deren Sinne stimmte das Parlament auch ab: Der Gehweg wird errichtet, die Anlieger müssen 75 Prozent der Kosten tragen. (bra)

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