Gemeinsamer Nenner gegen die Trasse

Bad Zwestener Parlament verabschiedet Resolution gegen Südlink

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Protest gegen Stromtrasse: Auch Bad Zwesten verabschiedet Resolution gegen den Bau.

Niederurff. In einer Sondersitzung sprachen sich auch die Bad Zwestener Gemeindevertreter mit einer Resolution gegen die geplante Stromtrasse Südlink aus, die in einer Variante auch am Kurort vorbei führt. Das Parlament wolle geschlossen auftreten.

Das teilte der Vorsitzende Manfred Paul in einem Gespräch mit. Dennoch mussten die Gemeindevertreter zunächst eine für den Ort geeignete Fassung ausdiskutieren, der sie dann jedoch geschlossen zustimmten.

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Eine der möglichen Trassenführungen geht über Wenzigerode und Betzigerode nach Kerstenhausen und Borken, eine weitere direkt über die Altenburg. In der Resolution bekräftigen die Gemeindevertreter, dass eine Trassenführung durch das Gemeindegebiet sicher die schlechteste Lösung sei, sie fordern eine transparente Planung, größere Abstände zur Wohnbebauung, den Ausbau regionaler Stromerzeugung und wollen, dass eine Erdverkabelung geprüft wird. Dazu fordern sie den Gemeindevorstand auf, den Bau der Trasse bei Bad Zwesten zu verhindern.

Wie Manfred Paul berichtete, hatte die Gemeinde eine Fassung der Resolution vorgeschlagen, die in der Form der glich, wie sie auch in Fritzlar und Homberg schon verabschiedet worden war. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen habe dann eine eigene Version vorgestellt - ein Mix aus beiden. Hauptkritikpunkt der Grünen: sei gewesen, dass man innerhalb der Energiewende nicht die Trasse an sich in Frage stellen solle. Verschiedene Formulierungen hätte die CDU bemängelt. In der Folge der Diskussion habe man einen Kompromiss gefunden, der zu Bad Zwesten passe.

Im Vorfeld hatte Bürgermeister Michael Köhler, die kritischen Punkte der Stromtrasse bei Bad Zwesten erläutert und die Auswirkungen auf den Kurort und Klinikstandort hingewiesen. Er zeigte Strommasten, die fast doppelt so hoch sind, wie die Kirchturmsitze des Kurortes. Solche Strommasten würden die Landschaft so verschandeln, dass Einnahmeeinbußen folgen könnten.

Von Christine Thiery

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