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A49-Ausbau: Befürworter planen große Demo „falls Raddemo stattfindet“

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Von: Linett Hanert

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Die Bundesstraße 3 in Kerstenhausen: Bis zu 20.000 Fahrzeuge befahren die Straße täglich.
Die Bundesstraße 3 in Kerstenhausen: Bis zu 20.000 Fahrzeuge befahren die Straße täglich. © Linett Hanert

Sie haben genug von den Raddemonstrationen auf der A 49: Die Bürgerinitiative (BI) Pro A49 veranstaltet am Samstag, 31. Oktober, eine Gegendemonstration in Kerstenhausen für den Ausbau der A49 - sollten an jenem Samstag erneut Raddemonstranten auf der Autobahn unterwegs sein.

Die Anwohner um Norbert Heller, der die BI Pro A49 gegründet hat, stehen geschlossen hinter dem Lückenschluss: „Wir wollen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sehr wohl für den Ausbau der A49 ist“, sagen sie. Mit der Stadt Borken hat Norbert Heller bereits Gespräche geführt, eine mündliche Zusage für die Demonstration gebe es bereits, so Heller.

Die A49-Befürworter werden sich dann laut Planung entlang der Bürgersteige an der B3 in Kerstenhausen mit genügend Hygieneabstand versammeln und für ihre Interessen einstehen. Das alles passiere aber nur, wenn erneut eine Raddemo gegen die A 49 stattfinde, so Heller. „In Coronazeiten wollen wir nicht unnötig die Kräfte der Polizei fordern und die Gefahr eingehen, sich anzustecken“, sagt er.

Erst während der jüngsten Raddemo sind einige Anwohner Kerstenhausens auf die Straße gegangen und haben ein Schild mit der Aufschrift „A49 - jetzt“ hochgehalten. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Gegnern und Befürwortern der A49, die damit endete, dass ein Fahrradfahrer einen Anwohner als „Nazi“ beschimpfte (HNA berichtete).

Kein Verständnis für Raddemos

Kein Verständnis für den Protest gegen den A49-Ausbau zeigen neben den vielen Anwohnern der betroffenen Bundesstraßen auch einige Bürgermeister. So sieht Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm im Lückenschluss eine Aufwertung Neuentals und der umliegenden ländlichen Region, wie auch die Bürgermeister aus Jesberg, Borken und Gilserberg. Sie befürworten den Ausbau der A49. Die Autobahn sei kein Projekt gegen die Klimafreundlichkeit, sondern wichtig für die Lebensqualität derjenigen, die sich tagein, tagaus größter Lärmbelastung an der befahrenen Bundesstraße aussetzen müssen, hieß es damals von den Befürwortern (HNA berichtete).

„Der Protest gegen den Autobahnausbau ist ein Schlag ins Gesicht für uns“, sagt Norbert Heller. Über 30 Jahre hätten er und seine Leute für den Lückenschluss gekämpft. (Von Linett Hanert)

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