Totenköpfe und Spinnenweben

Gruselfans in Gombeth und Homberg schmücken Häuser zu Halloween

Claudia Schneider in ihrem Vorgarten. Mehrere lebensgroße Halloween-Figuren hat die 54-Jährige selbstgebaut.
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In gruseliger Gesellschaft: Die Figuren in ihrem Garten hat Claudia Schneider selbst gebastelt.

In wenigen Tagen ist Halloween. Für Gruselfans Anlass ihre Vorgärten zu schmücken. Auch in Homberg und Gombeth tüfteln Fans des Festes seit Wochen an ihren Dekorationen.

Totenköpfe, Vampire und Spinnweben: Bei Claudia Schneider aus Gombeth dreht sich der Alltag seit einigen Monaten fast ausschließlich um das gruselige Fest der Geister und Toten. Mit Beton und Latex begann sie zu bauen und modellieren. Aus dem Nichts entstanden kleine Grabsteine, Spinnweben und Sensenmänner für Halloween. „Ich bastle sehr gerne und hatte viele Ideen, die ich umsetzen wollte“, erklärt die 54-Jährige. Teilweise habe sie bis zu zehn Stunden am Tag an den Arbeiten gesessen. „Das ist meine Leidenschaft und ich freue mich, wenn es den Passanten gefällt.“

Bereits im Juni recherchierte sie Ideen und besorgte sich das nötige Material. Ihr Meisterstück ist in diesem Jahr ein knapp zwei Meter großer Sensenmann, der über einen Friedhof wacht. Knapp vier Wochen Arbeit hat Schneider investiert, Beton aufgetragen und Konturen mit einem kleinen Spachtel eingearbeitet. Zum Schluss wurde witterungsbeständige Farbe aufgepinselt und das Modell versiegelt. „Mit fünf Helfern wurde er in den Vorgarten getragen. Das war schon ein imposanter Anblick“, sagt Schneider.

Gruselfans im Gombeth und Homberg: Größter Fan ist fünf jahre alt

Die Veränderungen in ihrem Garten wurden dabei von einem ihrer Fans genau beobachtet: „Ein fünfjähriger Junge kommt jeden Tag mit seinen Eltern vorbei und guckt, ob es etwas Neues gibt“, freut sich Schneider. Auch andere Kinder stünden am Gartenzaun und bewunderten die Figuren. „Für mich ist es die größte Belohnung, wenn sich die Kinder freuen.“ Bis zum Halloween-Fest stehen noch Optimierungsarbeiten und kleinere Reparaturen an, so Schneider. Sie hat noch viele Ideen, die sie in den kommenden Jahren verwirklichen will. Aktuell häkelt sie einen lebensgroßen Frankenstein.

Lebende Tote: Bei Claudia Schneider entstand ein kleiner Friedhof im Garten, der Besucher das Fürchten lehrt.

Auch in Homberg kommen Gruselfans nicht zu kurz: Seit sechs Jahren verwandelt Familie Hampel ihren Garten in ein Halloween-Paradies. Die Bastler haben inzwischen rund 40 Attraktionen. Neben einer 25 Kilo schweren Spinne gibt es einen Höllenreiter und Skelette zu bewundern. „Angefangen hat es mit einer Party für Kinder“, erinnert sich Frank Hampel. Inzwischen sei das Haus Attraktion für Jung und Alt. Wichtig dabei: Weder Kitsch noch übertriebener Horror – das Gruseln soll Spaß machen, betont Nicole Hampel.

Bereits im Frühling beginnt die Familie mit dem Bau neuer Figuren. Aus alten Bettlaken und Holzleisten entstehen Geister und Wächter. Bis zum Halloween-Fest tüfteln die Hampels an den letzten Feinheiten. Für Pendler und Schulkinder werden schon jetzt die ersten Licht- und Sound-Effekte eingespielt. (Felix Busjaeger)

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