Preise für Baumaterialien steigen

700 000 Euro mehr fürs Gudensberger Terrano-Hallenbad: Sainerungsbeginnn noch offen

Das Terrano-Hallenbad in Gudensberg.
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Das Terrano-Hallenbad in Gudensberg. Archiv

Die Sanierung des Gudensberger Terrano-Hallenbades wird teuerer: Rund 700 000 Euro mehr wird die Sanierung kosten, 4,7 Millionen Euro waren zunächst geplant. Jetzt rechnet die Stadt mit Gesamtkosten in Höhe von 5,4 Millionen Euro. Und nicht nur das: Der Start der Sanierung ist noch offen, um nochmals weitere Kosten in Höhe von knapp 400 000 Euro zu vermeiden.

Hintergrund seien zum einen Kostenexplosionen für Baumaterialien. Das erklärte Bürgermeister Frank Börner während der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten.

So gibt es laut Börner nun die Überlegungen, die Sanierung auf das Frühjahr 2022 zu verschieben, in der Hoffnung, dass sich die Preislage auf dem Markt bis dahin entspanne. Der Beginn der Arbeiten ist eigentlich für Oktober 2021 vorgesehen. Eine Entscheidung über den weiteren Ablauf soll im Juni von der Stadtverordnetenversammlung getroffen werden.

Terrano-Hallenbad in Gudensberg: Bauablauf ändern

„Wie den Medien seit einigen Wochen zu entnehmen ist, müssen derzeit für bestimmte Baustoffe massive Preiserhöhungen einkalkuliert werden. Ein Ende der Preissteigerungen ist derzeit nicht absehbar“, so Börner. Die Sanierung des Terrano-Hallenbades befindet sich derzeit in der Planung. Begonnen würde eigentlich im Oktober mit der Dachsanierung, gefolgt vom Einbau neuer Fenster und der Sanierung der Fassade, Lüftungsanlage und dem Abbruch des Schwimmerbeckenkopfes. Zum Schluss sollen das Edelstahlbecken und der Boden erneuert werden.

„Der Beginn der Sanierungsarbeiten ab Oktober könnte einige Probleme mit sich bringen“, sagte Börner weiter. Aktuell prüft die Stadt deshalb, ob eine Änderung des Bauablaufes die zusätzlichen Kosten in Höhe von 400 000 Euro vermeiden würde. Hintergrund sind vor allem steigenden Kosten auf dem Holzmarkt – Baumaterial, das für die Dachsanierung nötig ist. „Eine Möglichkeit wäre, die Dachsanierung ins zweite Quartal 2022 zu verschieben.“ Im Oktober würde man dann zunächst mit Demontagearbeiten beginnen und nicht wie geplant mit der Sanierung des Dachs. „Die Dachsanierung könnte dann vorgenommen werden, wenn eine Entspannung der Kostenlage absehbar ist“, sagte Börner.

Würde der Zeitplan nicht geändert und mit der Dachsanierung begonnen, „müssen die Mehrkosten in Höhe von 400 000 Euro plus den ohnehin zusätzlichen 700 000 Euro veranschlagten Kosten in Kauf genommen werden.“ Es bestünde aber die Hoffnung, dass mit Entspannung der aktuellen Situation, im nächsten Jahr auch die Preise wieder zurückgehen und die genannten Mehrkosten damit vermieden werden könnten. „Aber dies kann nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden.“

Nun müssen sich die Stadtverordneten bis zu ihrer nächsten Sitzung im Juni überlegen, ob die Sanierung wie bisher geplant im Oktober startet und die Zusatzkosten in Kauf genommen oder der Start der Sanierungsarbeiten in der Hoffnung auf eine Entspannung der angespannten Lage auf das zweite Quartal 2022 verschoben werden soll.

Gudensberger Terrano-Hallenbad: Zusatzkosten um die 700.00 Euro

Was die generelle Kostensteigerung angehe, so erklärte Börner: Bei der Entwurfsplanung seien einige Kosten noch nicht absehbar gewesen. „Dies betrifft insbesondere die Kosten für die Elektronik, die in der bisherigen Kostenberechnung zu gering kalkuliert waren.“ Erst durch die Beteiligung eines Fachplaners wurde deutlich, dass viele technische Bauteile, wie interne Brandmeldeanlagen, die Video- und Audioübertragungsanlage sowie die Beleuchtungstechnik veraltet sind und ersetzt werden müssen. Darüber hinaus muss ein neuer Chlorgasraum im Außenbereich gebaut werden.

Das ergibt Zusatzkosten in Höhe von exakt 702 479 Euro, die ohnehin im Investitionshaushalt zusätzlich veranschlagt werden müssen. Insgesamt wird die Sanierung des Gudensberger Terrano-Bades vom Land mit einer Million Euro bezuschusst, dazu kommen etwa 900 000 Euro vom Schwalm-Eder-Kreis für die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.

Von Linett Hanert

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