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Abseilaktion auf A49 bei Gudensberg: Vollsperrung der Autobahn aufgehoben

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Von: Daniel Seeger, Maja Yüce

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Die A49 bei Gudensberg ist am Sonntag (14. August) voll gesperrt. Klimaaktivisten wollen sich dort von einer Brücke abseilen.
Die A49 bei Gudensberg ist am Sonntag (14. August) voll gesperrt. Klimaaktivisten wollen sich dort von einer Brücke abseilen. © Daniel Seeger

Klimaaktivisten demonstrieren am Sonntag bei Gudensberg. Wegen einer Abseilaktion von einer Brücke wurde die A49 voll gesperrt.

+++ 12.02 Uhr: Die Abseilaktion der Klimaaktivisten auf der A49 ist beendet. Die Autobahn ist in beide Richtungen wieder freigegeben. Die Polizei hatte die A49 bei Gudensberg um kurz vor 11 voll gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.

Update vom Sonntag, 14. August, 11.14 Uhr: Klimaaktivisten wollen sich am heutigen Sonntag (14. August) in Gudensberg von einer Autobahnbrücke auf die A49 abseilen.

Etwa zehn Aktivisten sind am Vormittag vor Ort. Die Autobahn ist in beide Richtungen voll gesperrt. Der Verkehr wird über eine Nebenstraße umgeleitet. Auch viele Schaulustige sind vor Ort.

Vollsperrung der A49 am Sonntag: Aktivisten wollen sich von Autobahnbrücke abseilen

Erstmeldung vom Freitag, 12. August: Gudensberg – Eine Protestaktion von Klimaaktivisten sorgt am Sonntag (14. August) für eine Vollsperrung der Autobahn 49 bei Gudensberg. Die Strecke wird in beide Fahrtrichtungen in Höhe Dorla von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr voll gesperrt, teilt die Autobahn GmbH des Bundes mit. Die Aktivisten wollen sich dabei auch von der Autobahnbrücke abseilen, so Dirk Bartoldus, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums Nordhessen.

Die A49 bei Gudensberg ist am Sonntag (14. August) voll gesperrt. Klimaaktivisten wollen sich dort von einer Brücke abseilen.
Klimaaktivisten wollen sich am Sonntag einer Brücke abseilen. Der Protest zog auch einige Schaulustige an. © Daniel Seeger

Den Aktivisten geht es bei ihrem Protest nicht nur um Klimaschutz und eine schnellere Verkehrswende, sondern auch um Solidarität mit fünf Aktivisten, die sich unter anderem vor dem Kasseler Amtsgericht wegen Nötigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten müssen. Der Prozess stehe nun bald an und die Aktivisten wollten mit ihrer Abseilaktion auch deutlich machen, dass von dieser Form des Protests keine Gefahr ausgehe.

Grund für die Verfahren: Die fünf Angeklagten hatten sich bei Protesten im Herbst 2020 von Autobahnbrücken abgeseilt und so an der A3 bei Wiesbaden und an der A5 bei Offenbach den Berufsverkehr lahmgelegt. Es kam dabei zu einem Unfall, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde.

Abseilaktion auf A49: Spezialkräfte der Polizei stehen bereit

Die Polizei rechnet mit einem friedlichen Protest am Sonntag. „Wir gehen davon aus, dass es problemlos abläuft“, so Bartoldus. Da die Aktivisten mit ihrer Aktion die Angeklagten bei ihrem Prozess unterstützen wollten, gehe es ihnen vornehmlich darum zu zeigen, dass Abseilaktionen gefahrlos seien, erläutert er. Dennoch seien Spezialkräfte des Höheninterventionsteams der Polizei in Bereitschaft. „Wenn nötig, werden sie eingreifen.“

Die Genehmigung der Ordnungsbehörde für die Abseilaktion samt Kundgebung am Sonntag auf der Brücke zwischen Forstweg und Zur Hillemühle habe die Stadt Gudensberg erteilt, erklärt die Autobahn GmbH. Die Vollsperrung sei für die Sicherheit der Demonstranten sowie der Verkehrsteilnehmer unumgänglich. Der Verkehr werde umgeleitet.

A49 bei Gudensberg: Veranstalter kündigt bis zu 100 Teilnehmer für Abseilaktion auf Autobahn an

Um 10.30 Uhr treffen sich die Aktivisten an der Kreuzung Alte Frankfurter Straße/Forstweg und laufen dann bis zur Autobahnbrücke bei Dorla. Diese dürfen sie laut Polizei erst ab 11 Uhr betreten und sich dort bis 12 Uhr aufhalten. Der Veranstalter habe bis zu 70 Teilnehmer angekündigt. Bereits im Januar war eine Abseilaktion angekündigt und kurzfristig wieder abgesagt worden. Damals ging man von bis zu 100 Teilnehmern aus.

Bereits 2020 wurde die A49 drei Mal für mehrere Stunden gesperrt, weil Aktivisten dort Rad-Demos gegen den Weiterbau der Autobahn organisiert hatten (HNA berichtete). Damals blieben die Teilnehmerzahlen allerdings jedes Mal weit hinter den Erwartungen zurück. Während die Aktivisten bis zu 5000 Menschen angekündigt hatten, radelten bei den drei Demos im September und Oktober zwischen 50 und 300 Personen über die Autobahn 49. (Maja Yüce)

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