Jahresausblick 2021

Bühne soll wieder genutzt werden: Stadt Gudensberg will in diesem Jahr 90 Projekte realisieren

Auf der Märchenbühne in Gudensberg sollen in diesem Jahr mindestens wieder kleinere Kulturveranstaltungen stattfinden – abhängig von der Pandemie-Lage.
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Auf der Märchenbühne in Gudensberg sollen in diesem Jahr mindestens wieder kleinere Kulturveranstaltungen stattfinden – abhängig von der Pandemie-Lage.

Auch abseits der Corona-Pandemie stehen in den Kommunen wichtige Projekte und Themen an. Wir geben einen Überblick. Heute: Gudensberg.

Gudensberg – 90 Projekte will die Stadt Gudensberg 2021 anpacken. Dafür stellt die Kommune auch reichlich Geld zur Verfügung: 8,7 Millionen Euro umfasst das Investitionsvolumen. Ein Überblick über die größten Vorhaben.

Hochwasserschutz

Der Hochwasserschutz ist ein wichtiges Thema in Gudensberg. Deshalb soll in diesem Jahr mit dem Bau zweier Regenrückhaltebecken oberhalb von Maden und an der alten Kläranlage in Gudensberg begonnen werden. Der Goldbach tritt bei Starkwetterereignissen über das Ufer, weshalb zunächst untersucht wird, welches Volumen die Becken umfassen sollen. Das erklärt Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner. Dazu soll ein mechanischer Rechen am Einlauf des Goldbaches in Maden eingebaut werden. „Dort kommt es zu Verstopfungen, wie z.B. durch Laubreste“, erklärt Börner. Die Gitter dort würden nicht ausreichen. Der automatische Rechen soll in Zukunft anspringen, sobald ein Starkwetterereignis auftritt. Die Planungskosten als Teil der Baukosten sind mit 150 000 Euro veranschlagt. Auch das Land wird sich an den Gesamtkosten beteiligen.

Neubau

Im Herbst soll der Neubau der Kindertagesstätte und des Gemeinschaftshauses in Maden fertig sein. Die Kita ist für 125 Plätze ausgelegt. Aktuell hat die Stadt für die fehlenden Kita-Plätze eine Container-Lösung gefunden, die 40 Betreuungsplätze bietet. „Dann soll damit Schluss sein“, sagt Börner. „Und wir können jedem Kind einen Platz garantieren.“ Es ist der größte Brocken im Haushalt mit 6,2 Millionen Euro, bei einer Förderung von 1,5 Millionen vom Land.

Multifunktionshaus

Bis Ende März soll ein Nutzungskonzept für das neue Multifunktionshaus am Grabeweg erstellt sein. Aktuell sei die Stadt mit vielen Vereinen in Gesprächen, um den Raumbedarf zu erörtern. Bei 890 Quadratmeter Nutzfläche will die Stadt prüfen, ob Räume auch mehrfach benutzt werden können. Im direkten Anschluss sollen die Planungsarbeiten beginnen. Insgesamt zwei Millionen Euro Fördergeld stehen der Stadt aus dem Förderprogramm des Bundes für Kommunikations- und Begegnungszentren zur Verfügung. Etwa 224 000 Euro finanziert sie über eigene Mittel.

Spielplatz

Die Ausschreibung für die Arbeiten am Spielplatz am alten Pfarrhaus in der Gudensberger Altstadt läuft. Die Fertigstellung ist für das späte Frühjahr vorgesehen. Hauptaugenmerk liege auf der Verarbeitung von Holz.

Obernburg

Die Obernburg soll schon bald besser zu erreichen sein. Das haben die Stadtverordneten jüngst beschlossen. Ende März soll der Entwurf fertig sein, erklärt Bürgermeister Börner. Ein Planungsbüro ist damit bereits beauftragt. „Dann geht es an die Umsetzung und die steile Zuwegung zur Obernburg gehört schon bald der Vergangenheit an“, sagt der Rathauschef.

Verkehrskonzept

Ein neues Konzept soll den Verkehr in der Innenstadt entlasten. Die Verkehrssituation sei insbesondere an der VR-Bank nur schwer überschaubar. Deshalb hat die Stadt ein Planungsbüro beauftragt, das zuletzt auch schon Verkehrszählungen vorgenommen hat. Die Kosten werden vom Städtebauförderprogrammes des Landes Hessen getragen. Ab Sommer sollen die Pläne vorliegen, „ dann führen wir Gespräche mit Hessen Mobil“, sagt Börner.

Kulturarbeit

Wegen der Pandemie ruht die Kulturarbeit auch in Gudensberg. „Wir leiden sehr darunter“, sagt der Rathauschef. „Wir wissen auch nicht, ob neue Projekte überhaupt zu realisieren sind in diesem Jahr.“

Sollte sich die Lage beruhigen, so plane die Stadt aber im Sommer ein kleines Stadtfest – „das hängt aber – wie gesagt – von der Coronalage ab“, sagt er. Alle größeren Veranstaltungen auf der Märchenbühne sind zunächst verschoben worden. Die Verträge mit den Kulturschaffenden sind also nicht gekündigt, sondern lediglich um ein Jahr verlegt worden. „Wir wollen aber auch in diesem Sommer kleinere Veranstaltungen auf der Bühne ermöglichen“, sagt der Bürgermeister.

Von Linett Hanert

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