Über 100 Menschen aus der Region bei Gründungsversammlung

Bürgerinitiative Chattengau will gegen Massentierhaltung vorgehen

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Voller Saal in Gudensberg: Das Interesse am Thema Massentierhaltung war groß.

Gudensberg. Mehr als 100 Männer und Frauen aus der Region kamen jetzt in Gudensberg zusammen, um die Bürgerinitiative „Chattengau gegen Massentierhaltung“ ins Leben zu rufen. Sie wollen den Widerstand gegen die wachsende industrielle Tierhaltung organisieren und mit Aktionen unterstützen.

Mit so einem großen Andrang hatte wohl kaum einer gerechnet: Im Veranstaltungsraum des Hotels Am Stadtpark reichte der Platz kaum für die vielen Menschen, die zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative gekommen waren.

Engagiert und leidenschaftlich diskutierten sie über Themen wie die industrielle Tierhaltung allgemein und die geplante Erweiterung des Geflügelschlachtbetriebes der Firma Plukon in Gudensberg im Besonderen.

Zur Einstimmung und Information referierte ein Mitglied des Organisationsteams über Massentierhaltung und die Situation im Chattengau. Zu dem Team gehören Barbara Düsterhöft, Birgit Göbel, Petra Gottwald, Gerd Kipper, Sandra Pöhlmann, Silke Redler und Monika Richter.

Die Kritikpunkte der BI-Gründer: Massentierhaltung sei nicht nachhaltig, unsozial, unethisch und ungesund. Diese Art der Tiernutzung könne nicht mehr akzeptiert werden. Themen der Diskussion waren die verschiedenen Möglichkeiten, wie man auf Politiker, Landwirte und Verbraucher so überzeugend einwirken könne, dass Massentierhaltung keine Zukunft mehr habe. Die Aktivisten forderten eine Fleischproduktion, die die Umwelt und die menschliche Gesundheit schütze und annehmbare Lebensbedingungen für die Tiere garantiere.

Die Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung wurde am Ende der Diskussionen offiziell aus der Taufe gehoben. Mehrere Teilnehmer erklärten sich bereit, das bereits bestehende Organisationsteam zu verstärken. Viele wollen von Fall zu Fall mitarbeiten.

Schon beschlossen wurde die nächste öffentlichkeitswirksame Aktion: Am Samstag, 22. Februar, gibt es einen Demonstrationsmarsch mit abschließender Kundgebung in der Gudensberger Innenstadt. (ula)

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