Stadt braucht Übergangslösung

Container als Kita-Ersatz: Im Gudensberger F26 entstehen Betreuungsplätze

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Ortstermin im Container: Kita-Leiterin Carmen Linsing besichtigt mit Claudia Linke, Sascha Ryffel und Klaus Arlt die Räume, die gerade eingerichtet werden.

Der Bedarf wächst schneller als das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder von einem bis fünf Jahren. In Gudensberg entsteht aus Containern eine provisorische Kindertagesstätte.

Und zwar auf dem Gelände des Kommunikationszentrums F26 in der Fritzlarer Straße. Sie soll am Ende der Sommerferien im August bezugsfertig sein.

Eine neue Kita sei in Maden bereits geplant, doch könne sie wegen des Planungs- und Bauvorlaufes erst in rund zwei Jahren fertiggestellt werden, erläutert Bürgermeister Frank Börner. „Es musste wegen der anhaltend hohen Kinderzahlen eine schnell realisierbare Übergangslösung gefunden werden“, ergänzt er in einer Pressemitteilung.

Der Magistrat habe daher beschlossen, auf der Freifläche des ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums ein Containerensemble aufzustellen, in dem bereits ab August 50 Betreuungsplätze angeboten werden können.

Die bestehenden Kindertagesstätten Sonnenstrahl im Grabenweg, Regenbogen in der Großen Binde sowie die Einrichtungen im Familienzentrum Grabenweg und im Kastanienweg haben laut Börner ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.

19 Container sollen zwei Jahre als Übergangslösung dienen.

Die provisorische Kita am F26 könne, erklärt der Rathaus-Chef, alle Bedürfnisse einer Kita erfüllen. Durch 19 Containerelemente, die miteinander verbunden ein großes Gebäude mit 400 Quadratmeter Nutzfläche bilden, können ein Bewegungsraum, zwei Gruppenräume, Sanitäranlagen, Flur, Küche, Büro und Abstellraum bereitgestellt werden. „Alles, was zum Betrieb einer Kita mit 50 Betreuungsplätzen in zwei Gruppen für Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren nötig ist“, so Börner.

In der Einrichtung können ganztägige Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr angeboten werden. Die zweijährige Containerlösung wird etwa 180.000 Euro kosten. Geprüft wurde auch ein Umbau an das ehemalige evangelische Gemeindezentrum. Diese Pläne wurden wegen der höheren Kosten verworfen.

Derzeit arbeiten Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die beauftragten Firmen mit Hochdruck an der Einrichtung der provisorischen Kita, damit im August die Betreuung der Kinder in der „Kita F26“ starten kann. 

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