Don-Bosco-Haus: Katholische Kirche diskutiert Pläne

51 Jahre alt und teuer im Unterhalt: Das Gemeindehaus der katholischen Kirchengemeinde in Gudensberg. Zurzeit wird nach Lösungen für das Gebäude gesucht, ein Verkauf wäre möglich. Foto: ula

Gudensberg. Wenn alles klappt, wird aus dem katholischen Gemeindezentrum Don-Bosco-Haus in Gudensberg ein privat betriebenes Haus für Kunst und Kultur.

Noch sind allerdings nicht alle Voraussetzungen dafür geklärt.

Fakt ist: Das Gemeindezentrum der katholischen Kirchengemeinde ist doppelt so groß, wie es eigentlich gebraucht wird. „Die Kosten für Unterhalt und Modernisierung sind gegenüber der tatsächlichen Nutzung unangemessen hoch“, heißt es offiziell in einer Mitteilung der Gemeinde.

Weil das so ist, überlegen die Gemeindegremien seit einiger Zeit, wie man das Problem zu hoher Kosten lösen kann. Eine Möglichkeit sei es, so Pfarrer Simon Graef, das Gemeindehaus zu verkaufen, auch das Areal am Villaweg. Für beides gebe es Interessenten.

Auf dem insgesamt sehr großen Grundstück unterhalb des Pfarrhauses könnte dann ein wesentlich kleineres, kostengünstigeres Gebäude als Gemeindezentrum gebaut werden. Das werde nämlich durchaus benötigt.

„Bisher ist noch alles offen“, betont Pfarrer Graef im Gespräch mit der HNA. Eine Zeitungsmeldung über den geplanten Verkauf an ein interessiertes Ehepaar, das dort ein Kulturhaus installieren möchte, hatte vor kurzem für Unruhe in der Gemeinde gesorgt.

Inzwischen hat die Gudensberger Stadtverordnetenversammlung der Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich „An der Kirche“ und einer Änderung des Flächennutzungsplans zugestimmt. Das ist notwendig, weil die Fläche bisher nur für den Gemeinbedarf ausgewiesen war.

Notwendig wurde auch ein Lärmschutzgutachten, damit weiterhin die Werte eines allgemeinen Wohngebietes eingehalten werden. Das sei für die Anlieger wichtig, sagt Simon Graef.

Er sagt auch, dass viele Gemeindemitglieder an dem bisherigen Gemeindehaus hängen. Es seien viele Erinnerungen damit verbunden. „Aber man muss realistisch sein“, betont er. Das Haus sei 1964 gebaut worden, mit der Erwartung auf eine wachsende Gemeinde. Das habe sich aber leider nicht erfüllt.

Auch die Pflege des insgesamt 1400 Quadratmeter großen Grundstücks am Villaweg, hinter dem Gemeindehaus, sei sehr aufwendig und teuer, sagt Graef.

Für die 960 Quadratmeter Freifläche am Villaweg gibt es laut Stadtverwaltung einen Investor, der dort Wohnhäuser errichten möchte.

„Unser Ziel ist es, möglichst gute Bedingungen für die pastorale Arbeit zu schaffen und die zur Verfügung stehenden Mittel optimal einzusetzen“, sagt der Pfarrer. Man werde die Kirchengemeinde rechtzeitig informieren, wenn es zuverlässige Tatsachen zu berichten gebe.

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