Feuerwehr holte stark übergewichtige Frau mit Kran aus ihrer Wohnung

Spektakulärer Einsatz: Mit einem Kran und einem speziellen Rettungskorb der Berufsfeuerwehr Kassel wurde eine Frau aus ihrer Wohnung im 2. Stock eines Hauses in der Gudensberger Innenstadt transportiert. Foto: privat/Völske

Gudensberg. Mit einem erheblichen Kraftakt haben Gudensberger Feuerwehrleute am Mittwoch eine stark übergewichtige Frau aus ihrer Wohnung im 2. Stockwerk eines Hauses in der Gudensberger Altstadt transportiert.

Wegen eines medizinischen Notfalls sollte die Patientin in ein Kasseler Krankenhaus eingeliefert werden.

Schon einmal, im Oktober 2013, hatte es eine ähnlich aufwändige Aktion gegeben, um die Frau in ein Krankenhaus zu transportieren. Diesmal wurde auch die Kasseler Berufsfeuerwehr mit spezieller Ausrüstung zur Unterstützung benötigt.

Gegen 13.10 Uhr war die Feuerwehr zur Tragehilfe für den Rettungsdienst in die Gudensberger Altstadt gerufen worden. Wegen eines medizinischen Notfalls ordnete eine Notärztin die weitere Behandlung in einem Krankenhaus an.

Beim Eintreffen sei schon absehbar gewesen, dass der Einsatz schwierig werden würde, erklärte Bernd Völske, der Pressesprecher der Gudensberger Feuerwehren. Ein Abtransport aus dem 2. Stock durch das Treppenhaus sei wegen des Gewichts der Frau und weil sie schonend transportiert werden musste, nicht denkbar. Für die Drehleiter der Feuerwehr Gudensberg war die Frau zu schwer. Sie ist nur bis 270 Kilogramm ausgelegt.

Aus diesem Grund wurde die Berufsfeuerwehr Kassel mit einem Kranwagen und einer Spezialtrage für Schwergewichtige gerufen. Auch ein Schwerlastrettungswagen aus Kassel sei angefordert worden, berichtete Völske. Das Fahrzeug könne bis zu 500 Kilo schwere Patienten auf einer Spezialtrage aufnehmen. Herkömmliche Tragen in Rettungswagen sind für maximal 170 Kilogramm ausgelegt.

Damit die Spezialtrage durch das Fenster passte, musste die Feuerwehr den Fensterrahmen samt Leibung entfernen. Mit Hilfe der Spezialtrage konnte die Patienten dann durch das Fenster in einen speziellen Rettungskorb geschoben werden.

Die gesamte Rettungsaktion habe fast drei Stunden gedauert, berichtete Bernd Völske. 15 Feuerwehrleute aus Gudensberg waren im Einsatz, dazu weitere acht von der Berufsfeuerwehr Kassel. (hro)

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