Manege bleibt wegen Unwetter-Schaden dicht

Gewitter zerfetzte Zirkuszelt in Gudensberg – Familie bittet um Hilfe

+
Brauchen Hilfe: Das Unwetter von der Nacht zu Dienstag zerfetzte das Zirkuszelt der Familie Frank. Die bangt um ihre Vorführungen und hofft auf schnelle Hilfe von jemandem, der das Zelt retten kann. Von links Cindy, Ramona , Andy, Maik, Nikita Santana und Maria Magdalena Frank.

Gudensberg. Die Vorstellung droht auszufallen: Das Unwetter, das in der Nacht zu Dienstag tobte, hat das Zirkuszelt der Familie Frank zerstört.

Die Metallstangen sind verbogen, das Zelt hängt schlaff herunter, und die Plane hat mehrere Risse. Derzeit gastiert die Familie mit dem „Dream of Circus“ auf dem Festplatz in Gudensberg.

„Bei meinem Kontrollgang gestern Nacht war noch alles in Ordnung. Ich bin dann wegen des starken Regens wieder in mein Wohnmobil gegangen, danach muss es passiert sein“, sagt Andy Frank. Jetzt suchen er und seine Familie Freiwillige, die das Zirkuszelt reparieren können.

Andy Frank ist der „Kopf der Bande“, wie er sich selbst nennt. Frank leitet den Zirkus, seine Familie und ist durch die Schäden des Unwetters sichtlich mitgenommen. Denn: Durch den Regen hat sich der Boden aufgeweicht. Die Eisenstangen, die das Zirkuszelt getragen haben, versanken zehn bis 30 Zentimeter tief im Boden und verbogen sich dabei. Dadurch bildeten sich größere Wasseransammlungen auf dem Zelt, mehrere große Risse entstanden. „So kann die Premiere am Donnerstag jedenfalls nicht stattfinden“, sagt Frank.

Dabei braucht die Zirkusfamilie dringend die Einnahmen der Vorstellungen. „Unsere Tiere stehen an erster Stelle. Und wir müssen sie ja pflegen und füttern“, sagt Frank, der mit den Tränen kämpft. Die acht Pferde, drei Ziegen und sieben Hunde sind Teil der Show. Aber ohne Show fehlen Einnahmen, die für die Familie überlebenswichtig sind.

Andy Frank ist Zirkuskind seit der ersten Stunde. Geboren vor 45 Jahren im Wohnwagen, während der Vater gerade eine Show in der Manege nebenan gab, ist er nun selbst Vater von vier Kindern. Maik, der älteste Sohn, soll den Zirkus einmal übernehmen.

Das Gewitter hat Eisenstangen verbogen: Andy Frank bangt um den für Auftritt auf dem Festplatz in Gudensberg.

„Familienzirkus steht bei uns für Tradition und Zusammenhalt“, so Frank. Seit sieben Generationen wird der Zirkus mittlerweile geführt. Das Leben als Familienzirkus sei dennoch nicht immer einfach.

Nach einer vierjährigen Pause, die Frank wegen eines Bandscheibenvorfalls einlegen musste, fällt es der Familie schwer, wieder Fuß zu fassen. Touren durch Skandinavien, die einst gang und gäbe waren, gibt es heute nicht mehr.

Hilfe wird dringend benötigt

Die Familie des „Dream of Circus“, die im Winter in Schlitz im Vogelsbergkreis lebt, hatte Auftritte in und um Hessen geplant. Dieses Wochenende wollte Andy Frank die Gudensberger in die Welt des Zirkus entführen, doch dies droht ins Wasser zu fallen.

Daher sucht die Familie jetzt nach Fachmännern aus dem Raum Kassel, die sich mit Lkw-Planen auskennen und der Familie bei der Reparatur des Zeltes helfen können. 

Kontakt: Familie Frank, Tel. 0157/72 43 48 16.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.