Fertigstellung Ende 2021

Größte Investition Gudensbergs: Bauarbeiten für 6,2 Millionen Euro Kita und DGH in Maden haben begonnen

Haben ihre Ideen beim Neubau eingebracht. Von links Ortsvorsteher Michael Sonnenschein, Architekt Christian Gerlach, Kitaleitung Carmen Linsinger und Sarah Oeste, Landrat Winfried Becker, Ralph Jäger (Netcom), Stadtverordnetenvorsteher Walter Pippert und Bürgermeister Frank Börner.
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Haben ihre Ideen beim Neubau eingebracht. Von links Ortsvorsteher Michael Sonnenschein, Architekt Christian Gerlach, Kitaleitung Carmen Linsing und Sarah Oeste, Landrat Winfried Becker, Ralph Jäger (Netcom), Stadtverordnetenvorsteher Walter Pippert und Bürgermeister Frank Börner.

6,2 Millionen Euro - so viel soll der Neubau einer Kindertagesstätte und eines Dorfgemeinschaftshauses in Maden kosten. Es ist die größte und gleichzeitig die wichtigste Investition für die Stadt Gudensberg, wie Bürgermeister Frank Börner erklärte.

Das Grundstück für den Neubau hat die Stadt vor etwa drei Jahren erworben. Seither hat das Architekturbüro Gerlach aus Fritzlar die Planung übernommen. Der Neubau einer Kita war erforderlich, sagte Bürgermeister Börner. Wegen des steigenden Bedarfs an Betreuungsplätzen – insbesondere im U-3-Bereich – war die Stadt gezwungen, zu handeln. Übergangsweise wurden zwei Container hinter dem Kommunikationszentrum F 26 aufgestellt. Für 2021 werden 352 Betreuungskinder erwartet, davon 107 unter drei Jahren.

Lange wurde über den Standort beraten. Dass die Wahl letztendlich auf den Ortsrand von Maden viel, habe viele positive Aspekte, erklärte Börner. Knapp zwei Kilometer entfernt befindet sich der Schulstandort Obervorschütz. Mit der neuen Kindertagesstätte daneben werde dieser aufgewertet, so Börner. Auch Landrat Winfried Becker sprach sich für den neuen Standort aus. „Auch gut ist, dass die Kita in Eigenregie von der Stadt betrieben wird“, sagte er.

Kritik äußerten Börner und Becker nochmal am Land Hessen. Die Stadt fühle sich wie auch viele andere Kommunen vom Land im Stich gelassen. Der Stadt war ein Landesförderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro zugesagt. Bis heute wurde der Zuschuss vom Förderprogramm „Förderung von Investitionsmaßnahmen zur Kinderbetreuung“ noch nicht bewilligt, erklärte Börner.

Die Kita

Die Gruppenräume der neuen Kita sind nach Süd-Westen gerichtet.

In fünf Gruppen sollen bis zu 125 Kinder in drei Ü-3 Gruppen und zwei Hortgruppen betreut werden. 1172 Quadratmeter groß wird die Kita. Der Zugang zur Kita ist separat. Es wird neben den Gruppenräumen eine Kindercafeteria, eine Kinderküche und eine weitere Küche für die Essensausgabe geben, erklärte Christian Gerlach vom Architekturbüro. Zwischen den Gruppenräumen sind die WC- und Waschräume angeordnet. „Es gibt eine Besonderheit: Es gibt auch behindertengerechte Toiletten und Wickelkommoden, die verstellbar sind für eine integrative Kinderbetreuung“, erklärt Gerlach. Alle Gruppenräume sind nach Süd-Westen ausgerichtet und haben ein Vordach, so dass die Sonneneinstrahlung nicht zu stark ist in den Nachmittagsstunden, so Gerlach. Eine weitere Besonderheit: Die Personalräume. „Wenn ich als Erzieherin aussuchen dürfte, wo ich arbeiten will - dann Gudensberg“, sagte Gerlach. Es gebe ausreichend Rückzugsorte auch für Elterngespräche. Dazu gibt es Lüftungsanlagen in allen Räumen.

Das DGH

Das Dorfgemeinschaftshaus hat einen separaten Eingang, genau wie die Kita.

Das alte DGH in Maden ist eines der ältesten Hessens. „Es war Zeit für einen neuen Ort für die Vereine“, sagte Börner. Genutzt werden kann später eine Fläche von rund 435 Quadratmetern. Das Gemeinschaftshaus hat ebenfalls einen eigenen Eingang. Neben einer Küche mit Ausgabetresen gibt es einen Besprechungsraum, Lagerräume für Vereine sowie einen Multifunktionsraum, der Platz für 142 Tische bietet. Davon stehen dem Kindergarten etwa 80 Quadratmeter als Bewegungsraum zur Verfügung. In dem Raum sind mobile Trennwände eingearbeitet, „sodass der Raum beliebig von unterschiedlichen Gruppen auch zur selben Zeit genutzt werden kann“, sagt Gerlach. Lärm sollte kein Problem werden. Alle Wände haben einen Schallschutz. Dazu wird an das DGH eine großzügige Terrasse gebaut.

Die Synergieeffekte

Das Gebäude soll ein Flachdach mit Begrünung bekommen. Das Dach des Multifunktionsraum wird ein Walmdach haben. „Dort werden dann Photovoltaikanlagen aufgebaut“, so Gerlach. Der Strom werde dadurch generiert.

Durch die Zusammenlegung der Kita und des DGH entstünden viele Synergieeffekte, so Börner. Die Parkplätze und die Freiflächen können von allen genutzt werden. Dankbar sei die Stadt der Netcom, die den Glasfaserausbau übernommen hat, nachdem die Telekom der Stadt eine Absage erteilte, erklärte Börner.

Von Linett Hanert

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