Stadt investiert für Umzug

Gudensberg: Aus Bahnhof wird Bauhof

Im nächsten Jahr zieht der Bauhof zum Teil in den alten Bahnhof: von links Bürgermeister Frank Börner, Wassermeister Frank Degenhardt und Bauhofleiter Uwe Kiefer.
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Im nächsten Jahr zieht der Bauhof zum Teil in den alten Bahnhof: von links Bürgermeister Frank Börner, Wassermeister Frank Degenhardt und Bauhofleiter Uwe Kiefer.

Eine halbe Million Euro investiert die Stadt Gudensberg in die Sanierung des alten Bahnhofs. Dort werden sich künftig die neuen Personal- und Büroräume des Bauhofs befinden.

Eine halbe Million Euro investiert Gudensberg in diesem Jahr in den Bauhof. Das Geld fließt vor allem in die Sanierung des alten Bahnhofes, in dem sich in Zukunft die neuen Personal- und Büroräume des Bauhofs befinden werden. Ende 2021 soll der Bauhof dann umziehen, sagt Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner.

Das Areal des Bauhofes ist groß – doch ausreichend Platz für die Mitarbeiter gibt es nicht. In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an die Mitarbeiter gewachsen, dementsprechend ist auch der Bedarf an mehr Personal gestiegen. Und auch der Maschinenpark des Bauhofs musste erweitert werden, erklärt Börner.

Das alte Bahnhofsgebäude wird zum Bauhof. Zuvor befand sich dort der Jugendclub, der nun im F 26 ist.

Umzug Bauhof Gudensberg: Mehr Platz für die Mitarbeiter

19 feste Mitarbeiter plus vier Saisonkräfte zählt der Bauhof momentan. „Die Mitarbeiter brauchen einfach mehr Platz“, sagt Börner. Im Jahr 2017 hat die Stadt in einer Machbarkeitsstudie festgestellt, dass es wesentlich effektiver und kostengünstiger ist, ein bestehendes Gebäude zu nutzen und zu sanieren. So fiel die Wahl auf den angrenzenden alten Bahnhof.

Der Altbaucharme des denkmalgeschützen Gebäudes soll trotz Kernsanierung erhalten bleiben, versichert Börner. „Es ist alles mit dem Denkmalschutz abgesprochen.“ Auf zwei Etagen werden sich laut neuem Raumkonzept vier Büroräume, Küche, Sanitäranlagen und ein großer Sozialraum befinden. Außerdem wird eine neue Eingangshalle angebaut. Die Obdachlosenunterkunft bleibt weiter im Bahnhofsgebäude, sagt Börner.

Der Bahnhof Gudensberg soll schrittweise umgebaut werden

Die neuen Büroräume werden dringend benötigt, bestätigen Bauhofleiter Uwe Kiefer und sein Stellvertreter Frank Degenhardt. „Momentan arbeiten wir auf engstem Raum“, sagt Kiefer. Das aktuelle Bürogebäude stammt aus den 1980er-Jahren und entspreche nicht den aktuellen Standards. „Der eigentliche Verwaltungsaufwand ist deutlich gestiegen, momentan müssen wir uns ein kleines Büro zu viert teilen, und dazu kommt noch Publikumsverkehr sowie zahlreiche Anrufe“, so Kiefer und Degenhardt.

Kernsaniert: Trotz neuer Raumaufteilung soll der Altbaucharme des Gebäudes erhalten bleiben.

Der Bahnhof soll schrittweise umgebaut werden, damit die Mitarbeiter nicht zu stark bei der Arbeit eingeschränkt werden. Noch unklar ist laut Börner, ob alle Fenster ausgetauscht werden sollen und das Dach erneuert werden muss. Etwa 170.000 Euro sind bereits in die Bahnhofsanierung geflossen.

700.000 Euro hat die Stadt bereits in den Bauhof investiert

Neben dem Bahnhofsgebäude wurde jüngst auch eine neue Fahrzeughalle für Winterdienst- und Wasserwerksfahrzeuge errichtet. Auch ein Güterschuppen aus 1900 wurde abgerissen und eine neue Lager- und Fahrzeughalle gebaut.

„Sodass bislang bereits 700.000 Euro in den Bauhof investiert wurden“, sagt Börner. Die Machbarkeitsstudie hatte für die Bahnhofssanierung etwa 835.000 Euro vorgesehen. Die Stadt versuche Fördergeld für die Sanierung zu bekommen.

Von Linett Hanert

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