Haushalt

Gudensberg: Bürgermeister Frank Börner stellt Planungen für 2022 vor

Gute Aussichten: Die Stadt Gudensberg ist finanziell gut aufgestellt.
+
Gute Aussichten: Die Stadt Gudensberg ist finanziell gut aufgestellt.

Den Haushalt für das Jahr 2022 hat Bürgermeister Frank Börner (SPD) am Freitag vorgestellt. Es sei ein kerngesunder Haushalt, so Börner.

Gudensberg – „Trotz Krise und schwieriger Rahmenbedingungen rechnen wir mit einem positiven Jahresüberschuss in Höhe von 26 217 Euro. Wir haben keine Gebühren- oder Steuererhöhungen vorgesehen und erheben weiterhin keine Straßenbeiträge“, erklärte er.

Es war seine letzte Haushaltsrede. Am 24. Februar scheidet er aus dem Amt. Seine Nachfolgerin Sina Best saß im Publikum und hörte einen zuversichtlichen Ausblick auf das Jahr 2022.

Der Ergebnishaushalt beinhaltet laufende Erträge und Aufwendungen von rund 22,8 Millionen Euro. Im Finanzhaushalt plant die Stadt ein Rekordinvestitionsvolumen in Höhe von 10,3 Millionen Euro, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Gudensberg profitiere von einer positiven, an den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit orientierten Stadtentwicklung. Das zeige sich zum Beispiel an den stetig steigenden Steuereinnahmen, die Mehreinnahmen von 472 000 bringen. Davon entfallen 266 000 Euro auf ein Plus beim Gemeindeanteil an den Einkommenssteuern und ein Plus bei der Grundsteuer B von 149 000 Euro. Zusätzliche Einnahmen hat die Stadt außerdem bei den Schlüsselzuweisungen, sie erhöhen sich um 279 000 Euro auf 4 561 000 Euro.

In den Bereichen Wasser und Abwasser erreiche man einen ausgeglichenen Gebührenhaushalt

Gudensberg rechnet auch nicht mit einem Einbruch der Gewerbesteuern, sie sind mit 2 050 000 Euro kalkuliert. „Das liegt am günstigen Branchenmix“, sagte Börner. Er wisse aber von einigen Betrieben, dass sie dringend auf Erweiterungsmöglichkeiten in einem neuen Gewerbegebiet an der A 49 angewiesen seien. Dessen Planung müsse im Fokus stehen.

Im Gebührenhaushalt erreiche man in den Bereichen Wasser und Abwasser das Ziel eines ausgeglichenen Gebührenhaushalts. Bemerkenswert: Denn die Abwassergebühr (1,49 Euro für Schmutzwasser und 22 Cent für Niederschlagswasser) ist mit Abstand die Niedrigste im Landkreis.

Weil die Stadt in den vergangenen Jahren viel Geld in den Erhalt und die Erweiterung der öffentlichen Einrichtungen gesteckt habe, seien die Abschreibungen ein großer Kostenfaktor des Haushaltes 2022: Sie steigen um rund 115 600 Euro auf 2,86 Millionen Euro an. Der Alt-Schuldenstand der Stadt beträgt 1,8 Millionen Euro, größtenteils durchlaufende Kredite für das Altenpflegeheim und den sozialen Wohnungsbau.

Börner: „Es gibt in Gudensberg keinen Investitionsstau.“ Alle Investitionen sollen mit Eigenmitteln und Zuschüssen finanziert werden. Selbst Ende 2022 rechne man noch mit einem Guthaben von 2,8 Millionen Euro auf dem Sparbuch. (Maja Yüce)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.