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Unermüdliche Hilfsbereitschaft geht weiter: Gudensberger Partnerschaftsverein bringt Pakete in die Ukraine

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Von: Cora Zinn

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Auf dem Foto ist Simone Mand mit Päckchen in der Hand zu sehen.
Simone Mand vom Gudensberger Partnerschaftsverein packt auf dem Foto ein paar Weihnachtsgeschenke für Kinder ein. © Wolfgang Mand

Die Unterstützung für die Ukraine geht unermüdlich weiter. Der Gudensberger Partnerschaftsverein hilft den Ukrainern vor Ort.

Gudensberg – Die Hilfsbereitschaft hört und hört nicht auf. Und sie ist so wichtig. Auch zehn Monate nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine hilft der Gudensberger Partnerschaftsverein und mit ihm alle ehrenamtlichen Helfer seiner ukrainischen Partnerstadt Schtschyrez.

„Die Kälte und die Stromausfälle haben die Situation extrem verschlimmert“, sagt Ingbert Radloff. Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins hält konstant den Kontakt zum Bürgermeister aus Schtschyrez, Oleh Vasylyshyn. Der erklärte Radloff, wie dringend warme Kleidung, Öfen und Generatoren derzeit benötigt werden.

Durch die Sozialen Medien zieht die Hilfsbereitschaft im gesamten Schwalm-Eder-Kreis große Kreise

„Wir versuchen immer alles sofort umzusetzen“, sagt Radloff. Er telefoniert, hält Konferenzen, packt Transporter, organisiert die Fahrten, trommelt immer alle Ehrenamtlichen zusammen. Im HNA-Gespräch will er deutlich machen, wie dankbar er ist, so viel Hilfe aus dem gesamten Schwalm-Eder-Kreis zu bekommen. „Durch die Sozialen Medien zieht unsere Unterstützung ganz große Kreise“, weiß auch Martin Büscher, ebenfalls vom Partnerschaftsverein.

Feuerwehren: „Seit Beginn des Überfalls Putins auf die Ukraine sind die Feuerwehren starker und treuer Unterstützer des Partnerschaftsvereins und unserer Ukrainehilfe“, sagt Büscher. Vor Ort sei es die logistische Mithilfe der Feuerwehrkameraden, etwa beim Transport gespendeter Güter oder auch beim Aufarbeiten und Reparieren technischer Geräte.

Rettungsgeräte, Schlauchmaterial, technische Ausstattungen, Bekleidung und mehrere Feuerwehrfahrzeuge

Mehr als 20 freiwillige und städtische Feuerwehren haben ihren Beitrag geleistet: Gudensberg, Niedenstein, Edermünde, Fritzlar, Felsberg, Wabern, Jesberg, Bad Zwesten, Homberg, Melsungen, Spangenberg, Schwalmstadt, Neuental, Knüllwald, Guxhagen, Vellmar, Ahnatal, Lohfelden, Nehren (bei Tübingen) und Rottenburg am Neckar. Auch die Feuerwehr aus Malsfeld spendete gut erhaltene Schutzbekleidung und Helme. „Bei der Übergabe war Bürgermeister Michael Hanke dabei“, so Büscher.

Gespendet wurden Rettungsgeräte, Schlauchmaterial, technische Ausstattungen, Bekleidung und mehrere Feuerwehrfahrzeuge. „Die Fahrzeuge wurden voll ausgestattet und sind einsatzbereit in die Ukraine überführt worden“, so Büscher. Dort dienen sie dem Aufbau einer kommunalen Feuerwehr, werden aber auch in Krisengebieten eingesetzt, um Brände zu löschen, und zur Hilfe beim Bergen und Transportieren von Kriegsopfern und Verwundeten. „Unser Dank und der Dank der ukrainischen Freunde gelten den unterstützenden und hilfsbereiten Feuerwehren“, sagt Radloff.

Warme Jacken, Mäntel, Mützen, Schals und Handschuhe sowie Taschenlampen, Batterien, Kerzen und Zündhölzer werden am dringendsten benötigt

Weihnachtspäckchen: Die SPD Gudensberg hatte Ende November dazu aufgerufen, Weihnachtspäckchen für Kinder in Schtschyrez zu sammeln. Die Partnerstadt habe unter anderem Kinder aus einem Kinderheim in den umkämpften Gebieten aufgenommen. Es kamen 100 Päckchen zusammen, die mit einem Transporter am 21. Dezember in die Ukraine gebracht werden. So kommen sie rechtzeitig zu den Feiertagen bei den Kindern an.

Griesel: Auch die Sammelaktion von Ingrid und Holger Griesel aus Dorla war ein voller Erfolg. „Wir waren beeindruckt“, sagt Ingrid Griesel. Alle, die etwas spenden wollten, konnten warme Jacken, Mäntel, Mützen, Schals und Handschuhe sowie Taschenlampen, Batterien, Kerzen und Zündhölzer in Dorla abgeben. Simone und Wolfgang Mand vom Partnerschaftsverein haben 150 vollgepackte Umzugskartons abgeholt, die in Transporter verladen und in die Ukraine gebracht werden. „Eine ältere Frau hat sogar einen Ofen gespendet“, so Ingrid Griesel. Wegen der Kälte in der Ukraine seien vor allem Öfen, Batterien und Generatoren von lebenswichtiger Bedeutung.

„Alle Sachen sind gut erhalten. Die Menschen haben hier alles von Herzen abgegeben. Das habe ich richtig gespürt“, sagt Ingrid Griesel. Sogar eine Freundin aus Ulm hätte ihr ein Päckchen geschickt. Durch Facebook und über Arbeitskollegen würde die Hilfe des Partnerschaftsvereins weitergetragen. „Es ist unser Bedürfnis, zu helfen, weil die Not sehr groß ist“, sagt Ingrid Griesel. (Cora Zinn)

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