Verband geht schuldenfrei ins Jahr 2019

Kläranlage Mittleres Emstal in Gudensberg sorgt für sauberes Wasser 

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Sie kümmern sich um den Abwasserverband: Geschäftsführerin Katharina Engelbrecht und Klärmeister Mike Maurer im Gudensberger Rathaus.

Gudensberg – Der Abwasserverband Mittleres Emstal, der die Kläranlage in Gudensberg-Maden betreibt und Abwasser für 17.000 Menschen klärt, ist schuldenfrei in das Jahr 2019 gestartet. 

Keine Selbstverständlichkeit für einen öffentlichen Dienstleister, meint Verbandsvorsteher Frank Börner, gleichzeitig Gudensberger Bürgermeister. Er stellte die aktuellen Zahlen bei der Verbandsversammlung vor.

Bei null Schulden, 490.000 Euro für laufende Investitionen und 1,61 Mio. Euro liquiden Mitteln hatten die Verbandsvertreter kein Problem, dem Haushalt zuzustimmen. Jedoch stehe der Verband vor neuen Herausforderungen, sagte Börner, denn nach 35 Jahren Betriebszeit entstehe bei den Außenbauwerken allmählich Sanierungsbedarf.

Die Kläranlage Mittleres Emstal ist schuldenfrei ins Jahr 2019 gestartet.

Ein Planungsbüro ermittelte danach, dass der Sanierungsbedarf aller Außenbauwerke rund 1,5 Mio. Euro betrage. Gravierende Mängel, die den Betriebsablauf oder die Natur gefährden würden, habe man jedoch nicht festgestellt, sagte Börner. Die Sanierung soll bis 2022 realisiert werden.

Neuland hat der Verband beschritten, als er 2006 eine großflächige Klärschlamm- vererdungsanlage in Betrieb nahm. Der Klärschlamm wird in die neben dem Kläranlagengelände liegenden Vererdungsbeete gepumpt und verliert dort im Laufe der Lagerung einen Großteil seiner Feuchtigkeit.

Im Sommer 2019 steht die dritte Räumung der Beete an. Nach langer Lager- und Trocknungszeit ist eine tonnenschwere, wertvolle und nährstoffreiche Substanz entstanden, die wie bisher landwirtschaftlich verwertet werden soll. Rund 850 Tonnen der stichfesten Masse können eingesetzt werden.

Erprobt wird zurzeit eine Neuerung: Über ein Silo wird dem Abwasser eine Substanz beigegeben, die Phosphat-Rückstände bindet. Auf diese Weise kann dem gereinigten Abwasser Phosphat entzogen werden. Die Gewässergüte der Ems soll so weiter verbessert werden.

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