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Mehr Platz für Gewerbe: Plan für Fläche „Auf der Hofstatt“ in Gudensberg steht

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Von: Cora Zinn

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Auf dem Foto sind drei Menschen vor einer Grünfläche zu sehen.
Stehen am Gewerbegebiet in Gudensberg: von links Jan-Hendrik Koch (EPK Holz), Bürgermeisterin Sina Best und Isabell Salfer (Vorsitzende der Gewerbevereinigung Gudensberg). Im Hintergrund links die Firma Plukon. © Peter Zerhau

In Gudensberg ist ein neues Gewerbegebiet nördlich vom Salzlager an der Besser Straße für örtliche Firmen geplant.

Gudensberg – Die Stadt Gudensberg kann Gewerbetreibenden derzeit keine Bauflächen mehr zur Verfügung stellen. Dabei liegen mehrere Anfragen von ortsansässigen Handwerks- und Gewerbebetrieben vor. Dieses Thema sorgte am Donnerstagabend in der Gudensberger Stadtverordnetenversammlung für mächtig Zündstoff. Grund dafür war unter anderem ein kurzfristig gestellter Antrag der FWG.

Doch von vorn: In der Sitzung ging es vor allem um den Bebauungsplan Nummer 91, der Flächen „Auf der Hofstatt“ über 6,9 Hektar für Gewerbetreibende zur Verfügung stellen soll. Genau das hatten zuvor die Stadtverordneten im Ausschuss einstimmig beschlossen.

FWG Gudensberg reicht einen kurzfristigen Antrag ein

Doch dann kam es anders: Die FWG reichte kurzfristig einen Antrag ein. Marcus Erler stellte den Vorschlag seiner Fraktion vor. „Bei Veränderungen dieser Größenordnung sollen unserer Meinung nach die Gudensberger mehr und vor allem frühzeitiger miteinbezogen werden“, sagte er. Solch eine Information beziehungsweise eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sieht der Bebauungsplan ohnehin schon vor.

Dieser Änderungsantrag kam so überraschend, dass erst mal eine Besprechungspause beschlossen wurde.

Danach meldete sich Dirk Schütz (SPD) zu Wort und sagte, dass eine Infoveranstaltung zwar sinnvoll sei, aber eine solche ohne geregelte und aussagekräftige Informationen so früh keinen Sinn machen würde.

Bürgermeisterin Sina Best kontert FWG mit einem weiteren Änderungsantrag

Auch für Bürgermeisterin Sina Best kam der FWG-Antrag überraschend. Nach einer längeren Diskussion stellte sie kurzerhand einen weiteren Änderungsantrag zu diesem Punkt. „Wir müssen einen Kompromiss zwischen den Gewerbetreibenden und den Bürgern finden“, machte sie deutlich. So schlug Best einen weiteren Punkt vor, der eine Infoveranstaltung garantiert – sobald konkrete Planungen vorliegen.

Die Gudensberger sollten dann gehaltvolle Informationen erhalten, wenn diese vor allem konkret vorliegen. Die Bürgermeisterin machte deutlich, nicht mit Spekulationen arbeiten zu wollen.

Danach kam es zur Abstimmung beider Anträge. Zunächst wurde der Antrag der FWG abgelehnt – mit 16 Stimmen dagegen, elf waren dafür.

Die durch Best eingebrachte Erweiterung wurde hingegen angenommen. Dieser Änderung stimmten 16 Stadtverordnete zu, elf waren dagegen.

Es handelt sich vorrangig um Flächen für kleinere und mittlere Betriebe

In der Beschlussvorlage steht, dass die Stadt neue Bauflächen benötigt, um eine Abwanderung der ortsansässigen Betriebe zu verhindern.

Bürgermeisterin Best betonte dabei, dass es sich vorrangig um Flächen für kleinere und mittlere Betriebe handele. Solche Firmen bräuchten 3000 bis 5000 Quadratmeter Fläche.

Stadt Gudensberg pflegt Interkommunale Zusammenarbeit mit Stadt Niedenstein

Da im Flächennutzungsplan der Stadt Gudensberg keine freien Gewebegebietsflächen mehr verfügbar waren, könne nun durch die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Niedenstein eine neue Fläche ausgedehnt werden – wie zum Beispiel die „Auf der Hofstatt“.

Diese Fläche soll begrenzt werden, im Westen und Norden durch Flächen der Landwirtschaft, im Osten durch die Landesstraße 3221 und im Süden durch die Wegeparzelle 37.

Der Plan sei ein Signal an die Betriebe, die einen Platz im Interkommunalen Gewerbegebiet finden sollen. „Dort werden keine großen Logistikbetriebe einziehen“, sagt Best. Sie betonte noch mal, dass der Stadt vor allem an örtlichen Betrieben, zum Beispiel aus Gudensberg und Niedenstein, gelegen sei. (Cora Zinn)

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