Günstige Mieten als Chance

Richtfest in Gudensberg: 44 neue Sozialwohnungen entstehen

Richtfest in Gudensberg mit von links Walter Berle, Dominik Heintze, Engelbert Maus, Hans-Uwe Schultze, Michael Höhmann und Clemens Jung.
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Richtfest in Gudensberg mit von links Walter Berle, Dominik Heintze, Engelbert Maus, Hans-Uwe Schultze, Michael Höhmann und Clemens Jung.

Am Ringwall in Gudensberg sollen auch Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten eine Chance haben, ein attraktives Zuhause zu beziehen. Denn dort entstehen derzeit 44 geförderte Wohnungen.

Gudensberg - Investor ist der Immobilien-Projektentwickler Frankonia, der gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten in der vergangenen Woche Richtfest feierte. Die ersten Mieter werden im kommenden Frühjahr einziehen, heißt es in einer Mitteilung des Investors. Das Unternehmen ist Tochter einer gemeinnützigen Stiftung, die Studierende bei Fragen rund ums Wohnen unterstützt und Studentenwohnheime gemeinnützig betreibt.

In den 44 Wohnungen leben die Mieter in zwei bis vier Zimmern, heißt es. Sie sind zwischen 50 und 105 Quadratmetern groß. Zwei der Wohnungen sind rollstuhlgerecht gebaut. Insgesamt umfassen die zwei dreigeschossigen Gebäude 2962 Quadratmeter Wohnfläche.

So sollen die Gebäude am Ende aussehen: In Gudensberg werden Sozialwohnungen gebaut.

Das Land Hessen bezuschusst die Wohnungen durch günstige Kredite, vergeben über die Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Dadurch würden die ab kommendem Jahr fälligen Mieten deutlich niedriger sein als am freien Markt, heißt es. Anschließend seien Mietsteigerungen 25 Jahre lang nur in einem gesetzlich streng geregeltem Rahmen möglich, Kündigungen seien untersagt.

Vermietung nur an Bürger mit Wohnberechtigungsschein

Die Vermietung läuft in Abstimmung mit der Stadt ausschließlich an Bürger mit Wohnberechtigungsschein. Nach den aktuellen Vorgaben dürfen Einpersonenhaushalte dafür in Hessen ein maximales Nettoeinkommen von etwa 1300 Euro im Monat haben. Bei Zweipersonenhaushalten liegt dieser Grenzwert bei rund 1960 Euro. Je Kind wird die monatliche Einkommensgrenze um rund 54 Euro erhöht.

„Solche Angebote werden in Gudensberg dringend erwartet, denn auf dem freien Wohnungsmarkt steigen die Mieten seit Jahren“, sagt Diplom-Ingenieur Hans-Uwe Schultze, Geschäftsführer des Planungsbereichs der Frankonia und verantwortlicher Architekt. Dies sei eine Folge der guten wirtschaftlichen Entwicklung und zunehmenden Attraktivität Kassels. Viele Beschäftigte würden deshalb die gute Lage Gudensbergs an der A 49 nutzen.

Auch Bürgermeister Frank Börner befürwortet das Projekt. „Das zusätzliche Immobilienangebot für die unterschiedlichen Nutzer – sowohl Alleinstehende als auch Familien – macht unsere Stadt attraktiver“, betont Börner. „Das ist ein wichtiges positives Signal.“

Denn ein ausreichendes Wohnangebot zu günstigen Preisen sei vor allem in der jetzigen Situation zentrale Aufgabe jeder Kommune. „Diese kann nur so auch für junge Leute attraktiv sein, und damit gut vorbereitet auf die Zukunft“, sagt Bürgermeister Börner.  

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