Bis 2021 mehr als 350 Kinder

Gudensberg: Neuer Kindergarten wird am Ortsrand von Maden gebaut

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Neuer Kindergarten an der Obervorschützer Straße: Geplant sind das Kita-Gebäude mit Außengelände Richtung Südwesten und der Multifunktionsraum/DGH zur Ortslage hin, außerdem Parkplätze und weitere sechs Baugrundstücke. 

In Gudensberg soll trotz Bedenken und Kritik an der Standortwahl ein neuer fünfgruppiger Kindergarten am Ortsrand von Maden entstehen.

Das beschlossen die Gudensberger Stadtverordneten am Donnerstag einstimmig.

Um den neuen Kindergarten dort bauen zu können, müssen der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan für den Bereich aufgestellt werden. Auch das wurde ohne Gegenstimme so beschlossen.

Aus den Stellungnahmen und Vorschlägen wurde einiges berücksichtigt: • Es wird Pkw-Parkplätze geben, von denen aus die Kita ohne Überquerung der Straße erreicht wird. • Der Feldweg südlich der Kita bleibt erhalten. • Eine Busspur wird eingeplant, damit kann die Kita bei Bedarf von Bussen angefahren werden. • Weitergehende Untersuchungen bezüglich einer früheren Müllkippe werden in Auftrag gegeben. • Die detaillierte Gebäudekonzeption mit Kita und Mehrzweckraum wird noch in den Gremien besprochen, etwa, was ein gemeinsames Foyer und die Nutzung des Mehrzweckraums während der Kita-Öffnungszeiten betrifft.

Laut Bedarfsberechnung ist der Neubau einer Kindertagesstätte erforderlich, weil die Zahl der zu betreuenden Kinder weiter steigen wird. Besonders deutlich sind die Zuwächse bei der Betreuung der einjährigen und zwei- bis dreijährigen Kinder. Übergangsweise sollen zwei Container am früheren Ev. Gemeindezentrum/F26 in der Fritzlarer Straße aufgestellt werden.

Waren es 2012 noch 207 Kinder, die in Gudensberger Kitas aufgenommen wurden, davon 31 Kinder unter drei Jahren, so werden für 2021 schon insgesamt 352 Kinder erwartet, davon 107 unter drei Jahren mit einem Anteil von 40 Prozent Ein- bis Zweijähriger.

„Die Betreuung jüngerer Kinder ist deutlich teurer als die über Dreijähriger“, betonte Julian Brand (SPD) in der Debatte. Das Land lasse die Stadt jedoch bei den steigenden Kosten allein. Eine Containerlösung sei nur übergangsweise sinnvoll.

„Lasst uns loslegen, wir brauchen die Kita-Plätze“, sagte Simone Damm (CDU) und appellierte ans Parlament, nicht zu zögern mit dem Beschluss. Marcel Breidenstein (Grüne) betonte, dass die neue Kita längerfristig selbstverständlich für alle Gudensberger Kinder da sei, nicht nur für die aus dem Stadtteil Maden.

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