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Gudensberg, Niedenstein und Edermünde spenden 100.000 Euro an Ukrainehilfe

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Von: Cora Zinn

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Niedensteins Bürgermeister Frank Grunewald, Vorsitzender des Gudensberger Partnerschaftsvereins Ingbert Radloff, Gudensbergs Bürgermeisterin Sina Best und Edermündes Bürgermeister Thomas Petrich halten auf der Märchenbühne in Gudensberg die ukrainische Flagge in der Hand.
Gemeinsam stark: von links Niedensteins Bürgermeister Frank Grunewald, Vorsitzender des Gudensberger Partnerschaftsvereins Ingbert Radloff, Gudensbergs Bürgermeisterin Sina Best und Edermündes Bürgermeister Thomas Petrich. Sie halten die ukrainische Flagge in der Hand. © Cora Zinn

Unermüdlich bringen die Helfer des Gudensberger Partnerschaftsvereins derzeit Hilfsgüter in die Ukraine. Eine enorme finanzielle Unterstützung erhalten sie nicht nur von der Stadt Gudensberg, sondern auch von Niedenstein und Edermünde.

Edermünde/Gudensberg/Niedenstein – Beide Kommunen stellen jeweils 25.000 Euro bereit. Mit der bereits zugesagten Soforthilfe in Höhe von 50 000 Euro der Stadt Gudensberg fließen also 100.000 Euro aus dem Chattengau ins Kriegsgebiet.

Gudensbergs Bürgermeisterin Sina Best spricht von einem „ordentlichen Zeichen“, das von der Solidarität untereinander und für die „Freunde in Schtschyrez“ zeuge. Freunde ist ein gutes Stichwort: Den Kollegen und Freunden aus Schtschyrez helfen zu wollen – das unterstreichen auch Thomas Petrich aus Edermünde und Frank Grunewald aus Niedenstein. Die zwei Bürgermeister waren sich sofort einig, nachdem die Stadt Gudensberg 50.000 Euro Soforthilfe beschlossen hatte: „Wir müssen da mitgehen“, sagt Petrich. Nicht nur mitgehen, sondern sofort etwas unternehmen. Die Dringlichkeit sei groß.

So beschloss die Gemeindevertretung von Edermünde am Montagabend, die ukrainische Stadt Schtschyrez mit 25.000 Euro Nothilfe zu unterstützen (HNA berichtete). Die Stadt Niedenstein zog am Donnerstag nach. Einstimmig wurde der Beschluss zur Unterstützung von Schtschyrez in der Stadtverordnetenversammlung gefasst. „Wir sind Edermünde und Niedenstein sehr dankbar. Auch, dass die Überweisungen so schnell erfolgen konnten“, sagt der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Ingbert Radloff. Mit den insgesamt 100 000 Euro werden nach wie vor dringend benötigte Materialien nach Schtschyrez gebracht. „Es kommt alles an. Frank Börner ist täglich in Kontakt und nimmt immer aktuelle Bestandslisten auf“, berichtet Radloff.

Der ehemalige Rathauschef Börner koordiniert die Transporte, stellt Listen zusammen und weiß durch die Gespräche mit Schtschyrezs Bürgermeister Oleh Vasylyshyn immer genau, was am dringendsten gebraucht wird.

Gestern erst ist wieder ein Sattelzug mit 34 Paletten Krankenhausbedarf gestartet, der in Leipzig auf ukrainische Lkw umgeladen wird. Damit sollen Krankenhäuser in Lwiw (Lemberg) und im Kriegsgebiet beliefert werden. Notstromaggregate, Schlafsäcke und Medikamente sind schon an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht worden. „Es rettet nicht die Welt, aber es ist ein erster Schritt“, sagt Petrich. Der Bürgermeister bewundere die enge Zusammenarbeit zwischen Gudensberg und der ukrainischen Stadt.

„Sie haben am 24. Februar sofort gehandelt und alles möglich gemacht, um zu helfen“, sagt Petrich. Sein Niedensteiner Kollege stimmt zu: „Es ist uns leicht gefallen, über die dringliche Nothilfe abzustimmen“, sagt Grunewald. Best, Grunewald und Petrich betonten, wie eng Verbindung der Chattengau-Kommunen sei.

Neben der 100 000 Euro Nothilfe haben sich die Bürgermeister abgesprochen, auch Unterbringung und Betreuung für geflüchtete Ukrainer anzubieten. Einzelne Flüchtlinge seien schon in Edermünde, Niedenstein und Gudensberg angekommen. „Da ist die enge Zusammenarbeit noch mehr gefragt“, sagt Best. „Unsere Freunde in Schtschyrez werden es uns danken“, glaubt Radloff, und betont, dass die Spenden des Partnerschaftsvereins gezielt eingesetzt werden. „Das ist schließlich das Wichtigste“, so Radloff. (Cora Zinn)

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