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Mit den Eseln rauf auf den Berg – Familienfest auf der Obernburg in Gudensberg mit Schwertshow und Musik

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Von: Sascha Hoffmann

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Auf dem Foto sind mehrere Menschen und ein Esel zu sehen.
Imposant und passend: Leonard Kube und Heiko Meckbach vom Verein Historisches Fechten Nordhessen beeindruckten mit ihrer Schwertshow. © Sascha Hoffmann

Auf der Obernburg in Gudensberg fand nach zweijähriger Corona-Pause wieder das Familienfest statt.

Gudensberg – Ganz schön aus der Puste kommt mancher Besucher des Gudensberger Familienfestes am Sonntagmittag. Kein Wunder, ist der Aufstieg zur hoch über der Stadt thronenden Obernburg schließlich nicht zu unterschätzen.

Nur Samira, Waltraud, Elektra, Nina und Käthe scheint der Bergauf-Marsch so gar nichts anhaben zu können. Die Schlossberglangohren von Simone Schmidt trotten gemütlich den schmalen Weg hinauf zur Ruine der einstigen Höhenburg, wo nach zweijähriger Corona-Zwangspause endlich wieder das beliebte Fest stattfindet.

Den Soundtrack zum lauschigen Sonntagmittag hoch über Gudensberg liefern die Original Chattengauer

Frischgebackene Kuchen, Kaffee und kühle Erfrischungsgetränke sind es wohl kaum, die die Eselstuten locken, doch auch für sie gibt es dort reichlich Leckereien in Form von herrlich duftendem Frühlingsgrün, das rund um den Bergfried wächst. Genüsslich machen sich die Eseldamen über den Rasen her, während sie von den kleinen Familienfestbesuchern mit reichlich Streicheleinheiten verwöhnt werden. Den Soundtrack zu diesem lauschigen Sonntagmittag hoch über Gudensberg liefern die Original Chattengauer, deren schmissigen Klänge sich zunehmend mit einer kräftigen Brise mischen. Das Wetter spielt nicht zu hundert Prozent mit, doch das stört die mehreren hundert Besucher kaum, die über den Nachmittag verteilt rauf auf den Berg kommen. Allerhand ist dort geboten von Kinderschminken über Märchen im Bauchladentheater der Theaterscheune Elmshagen bis hin zu Sagen und Geschichten aus der Region, die Mönch Gorgoalias Jörg Dreismann mitgebracht hat.

Die Fechtkunst aus dem Spätmittelalter, die Mitglieder des Vereins Historisches Schwertfechten Nordhessen auch zu späterer Stunde noch im Nieselregen präsentieren, ist nicht nur für das Publikum, sondern auch für Festorganisator Ingo Seifert-Rösing von der Stadt Gudensberg einer der Höhepunkte des Nachmittags.

Schwertfechter sorgen mit ihrer Show für Aufsehen – um 16 Uhr treten Besucher den Heimweg an

„Die Schwertfechter vor der Kulisse des Bergfriedes fand ich sehr beeindruckend, das hat mir schon sehr gefallen“, sagt Seifert-Rösing, der sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung zeigt. „Unser Programm ist gut angenommen worden, die Besucher hatten jede Menge Spaß.“

Einziger Wermutstropfen: Mit zunehmendem Regen zieht es die Besucher früher als gedacht zurück ins Trockene. Gegen 16 Uhr treten die meisten ihren Rückweg an, pappsatt, trotz des Wetters zufrieden und bergab diesmal auch ganz ohne aus der Puste zu kommen, ganz so wie ihre neugewonnenen tierischen Freunde Samira, Waltraud, Elektra, Nina und Käthe. (Sascha Hoffmann)

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