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Straßenmeisterei zeigt sich winterfit: 4700 Tonnen Salz lagern in Gudensberger Salzhalle

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Von: Kerim Eskalen

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Der Winterdienst im Einsatz: Umgerüstet mit Schneepflug und Salzstreuanlage befreien die LKWs der Straßenmeisterei Gudensberg die Straßen von Schnee und Glätte.
Der Winterdienst im Einsatz: Umgerüstet mit Schneepflug und Salzstreuanlage befreien die LKWs der Straßenmeisterei Gudensberg die Straßen von Schnee und Glätte. © Kerim Eskalen

Der Schnee kann kommen: Die Salzhallen sind gefüllt und die Fahrzeuge der Straßenmeisterei in Gudensberg umgerüstet.

Gudensberg – Bei der Fahrt mit dem Streufahrzeug müssen die Mitarbeiter hochkonzentriert Fahrbahn-Engstellen passieren. Für die Mitarbeiter sei ist der Winterdienst immer eine besondere Herausforderung, sagt Stephan Brühne, Dezernent für Betrieb und Verkehr in Nordhessen.

Besonders nachts ist die Gefahr durch Glätte und starken Schneefall für den Winterdienst enorm. „Schneepflugfahren macht uns zwar Spaß, allerdings wird der Kopf dabei beim Fahren schon sehr gefordert“, sagt Markus Scheuss von der Straßenmeisterei Gudensberg. „Da muss man sich schon konzentrieren.

In Zahlen: 11 Straßenmeistereien in ganz Nordhessen, in Gudensberg arbeiten 25 Mitarbeiter

11 Straßenmeistereien sind für Nordhessen zuständig. Die gefüllten Lager reichen aus, um einen durchschnittlichen Salzverbrauch von 14 000 Tonnen pro Winter in der gesamten Region zu gewährleisten.

25 Mitarbeiter sorgen in der Straßenmeisterei in Gudensberg dafür, dass die Straßen frei werden. Dabei arbeiten die erfahrenen Mitarbeiter im Schichtsystem. Mitten in der Nacht beginnt um drei Uhr die Frühschicht, damit die zum Beginn des Berufsverkehrs gegen sechs Uhr die Straßen von Schnee und Eis befreit sind. Reichen die Kapazitäten nicht aus, erhält der Winterdienst in Gudensberg Unterstützung von externen Helfern. Diese können sich freiwillig melden und können nach Schulungen und Fahrzeugumrüstungen den Winterdienst bei ihren Aufgaben helfen.

70 Fahrzeuge sind in Nordhessen im Winter im Einsatz

70 Fahrzeuge sind in Nordhessen im Einsatz. Sie müssen dauerhaft überprüft und umgerüstet werden. An den Lastwagen werden vorne ein Schneepflug und am Heck eine Salzstreuanlage montiert.

Damit nicht alle Fahrzeuge auf einmal winterfest gemacht werden, braucht es laut Stephan Brühne ein ständiges Auf- und Abrüsten der Fahrzeuge – je nach Wettervorhersage.

4700 Tonnen Salz lagern in der Halle an der Besser Straße in Gudensberg

360 PS stark ist das vier Meter breite und 23 Tonnen schwere Fahrzeug der Straßenmeisterei in Gudensberg. Nachdem die Fahrzeuge vom Sommer- auf den Winterdienst umgerüstet sind und die Fahrer Schulungen bekommen haben, dürfen sie den Streudienst wiederaufnehmen.

3330 Kilometer befahren die Straßenmeistereien auf ihren Routen, die in verschiedene Streubezirke aufgeteilt sind. Eine Fahrt dauert meistens drei Stunden. Priorität beim Winterdienst haben Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Besonderes Augenmerk wird auf kritische Fahrbahnstellen wie Steigungen gelegt. Dabei teilen Meldeanlagen und Sensoren in der Fahrbahn an kritische Punkten mit.

4700 Tonnen Salz lagern allein in der Halle an der Besser Straße in Gudensberg. Sie ist die Größte von 14 Salzhallen in Nordhessen.

Um weniger Salz zu verbrauchen, hat Hessen Mobil sich für sogenanntes Feuchtsalz entschieden

22 000 Tonnen Salz hat Hessen Mobil den nordhessischen Winterdiensten für den Landkreis Kassel, Waldeck-Frankenberg und dem Schwalm-Eder-Kreis zur Verfügung gestellt. Dazu kommen 1500 Tonnen Magnesium-Chlorid-Lösungen.

Um weniger Salz zu verbrauchen, hat Hessen Mobil sich in der Nutzung für sogenanntes Feuchtsalz entschieden. Dabei werden die chemischen Lösungen und Salz gemischt. Dieses hat bereits bei einer kleinen Menge schon eine große Tauwirkung. Pro Quadratmeter reicht hier ein Teelöffel Salz.

Zudem ist die Kombination aus beiden Stoffen umweltfreundlicher als Steinsalz und schont die Karosserie von Autos. Denn durch weniger Salz auf den Straßen kommt es folglich zu weniger Korrosion an den Fahrzeugteilen. (Kerim Eskalen)

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