Abschied nehmen

Würdige Kleintier-Bestattungen sind jetzt auch in Gudensberg möglich 

Janina Zakel von Rosengarten Tierbestattungen zeigt personalisierbare Andenken und Urnen, um den eigenen verstorbenen Haustieren gedenken zu können.
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Neue Filiale in Gudensberg: Janina Zakel von Rosengarten Tierbestattungen zeigt personalisierbare Andenken und Urnen, um den eigenen verstorbenen Haustieren gedenken zu können.

Das Unternehmen Rosengarten Tierbestattungen bietet Besitzern von Haustieren die Möglichkeit, ihre Tiere würdig zu bestatten und unterstützt das Abschiednehmen.

Gudensberg – Bester Freund, Spielkamerad, Joggingpartner – für viele Menschen ist ihr Haustier ein vollwertiges Familienmitglied. Die gefederten, pelzigen oder geschuppten Freunde bringen für ihre Halter sowohl Verantwortung als auch Aufwand mit sich, bereichern aber mit ihrer Gesellschaft zweifellos deren Alltag. Worüber sich die Besitzer allerdings nur ungern Gedanken machen: Was tun, wenn das Haustier eines Tages stirbt?

In Gudensberg gibt es nun eine Filiale der Rosengarten Tierbestattungen. Das Unternehmen mit über 40 Filialen in ganz Deutschland verspricht organisierte Bestattungen für Kleintiere und Abschiedsmöglichkeiten für deren Besitzer – alles streng nach veterinärrechtlichen Vorgaben.

„Der Tod eines Haustieres ist ein schwerer Moment für Tierhalter. Wir wollen den Betroffenen die Möglichkeit geben, ihre Haustiere würdig zu verabschieden“, sagt Janina Zakel von der Rosengarten-Filiale in Gudensberg.

Rosengarten Tierbestattungen: Urne für zuhause

Übernahme des Tieres, Transport und Kremierung – das Unternehmen bietet verschiedene Dienstleistungen rund um Tierbestattungen an. „Wir versuchen, während der gesamten Prozedur so gut wie möglich auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen“ – beispielsweise seien Einzeln- oder Gemeinschaftskremierungen möglich.

Die Asche kann dem Tierhalter in einer Urne übergeben oder zugesandt werden oder im Park der Rosengarten-Hauptfiliale in Badbergen verstreut werden. „Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, mit der Asche des verstorbenen Lieblings umzugehen.“

So könne man sie in einer Urne zuhause aufbewahren – mit graviertem Namenszug und 3D-Pfotenabdruck – oder in einer speziellen Urne begraben, die sich mit der Zeit auflöst. Auch Schmuckstücke, die einen Teil der Asche enthalten, bietet Rosengarten an.

Dabei sind vom Bilderrahmen über Holzherzen und Tonvasen viele Urnen wählbar. „Die meisten Menschen lieben ihre Haustiere und wollen nach deren Tod ihrer Liebe und ihrem Gedenken Ausdruck verleihen“, sagt Zakel. Dabei wolle sie helfen. Durch die Corona-Pandemie sei dies zuweilen erschwert. „Ich bin selbst Tierhalterin und weiß, wie sich andere in der Situation fühlen.“

Pandemie: Rosengarten in Gudensberg bietet kontaktlose Bestattungen an

So sei es wichtig, den Betroffenen mit Verständnis zu begegnen und auch mal Trost zu spenden – momentan schwierig, da viele auf persönliche Beratung in der Filiale verzichten.

„Wir bieten unsere Beratung auch kontaktlos – in der Regel telefonisch – an“, sagt Zakel. Sie selbst ist als Pferdebesitzerin zur Thematik Tierbestattungen gekommen. „Noch können wir die Bestattung von Pferden leider nicht anbieten – dafür fehlt noch der rechtliche Rahmen.“ Sie habe die Hoffnung, dass sich daran jedoch bald etwas ändere.

Hunde, Katzen, Hamster, Kaninchen, Vögel, Schildkröten und andere Kleintiere – die Nachfrage nach den Bestattungen der Tiere ist groß. Aber kann sich der Tierhalter auch sicher sein, dass es die Asche seines Tieres ist, die er, falls erwünscht, überreicht bekommt? „Tatsächlich ist dies die häufigste Frage, die wir von den Kunden gestellt bekommen“, sagt Zakel. Dank Dekra-Zertifizierung und den angewandten Methoden in jedem einzelnen Schritt der Bestattungsprozedur könne das Unternehmen dies garantieren.

Informationen unter Tierbestattung-Kassel.de, Tel. 0 56 03/9 19 77 55, Mail info@Tierbestattungen-Kassel.de

Was ist erlaubt?

Die Vorschriften sind in jedem Bundesland unterschiedlich. Generell gilt: Tiere auf öffentlichen Grundstücken wie Wiesen und Wälder zu begraben ist untersagt. Einzelne Tierkörper bestimmter kleinerer Tierrassen wie beispielsweise Hunde, Katzen, Kaninchen, Wellensittiche oder Zierfinken dürfen im Garten bestattet werden, wenn das Grundstück nicht im Wasserschutzgebiet liegt, das Tier nicht an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben ist und das Trinkwasser nicht gefährdet wird. Das Grab darf nicht in unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Wegen liegen. Der Tierkörper muss mit mindestens 50 Zentimeter Erde bedeckt werden. (rdg)

Das sagt die Tierärztin: Bestattung ist Möglichkeit, Abschied zu nehmen

Bettina Mangold, Tierärztin aus Wabern, hält organisierte Kleintierbestattungen für eine schöne Möglichkeit, Menschen von ihren Haustieren Abschied nehmen zu lassen. „Vielen Menschen lieben ihre Tiere und so kann der Abschied leichter fallen.“ Wer will, kann sein verstorbenes Tier auch direkt beim Tierarzt lassen. „In diesem Fall bringen wir es zur Tierkörperbeseitigungsanstalt, wie es die veterinärrechtlichen Regeln vorsehen.“  (Raphael Digiacomo)

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