Verkehr an Anschlussstelle der A 49

Gudensberg: Kein Kreisel an der Autobahn

Zu schnell sind die Autos zwischen Gudensberg und Besse unterwegs, doch eine Kreisellösung ist noch nicht absehbar.
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Zu schnell sind die Autos zwischen Gudensberg und Besse unterwegs, doch eine Kreisellösung ist noch nicht absehbar.

An der Besser Straße wird zu schnell gefahren, weshalb die Autos auch vor dem Ortsschild Gudensbergs nicht wirklich abbremsen würden. Abhilfe würde dort ein Kreisel schaffen.

Gudensberg – Der viele Verkehr in Gudensberg beunruhigt die Einwohner. Zuletzt hatte die Stadt ein Verkehrskonzept in Auftrag gegeben. Grundlage war auch eine Verkehrszählung im Herbst 2020. Gezählt wurden Autos, Transporter und Lastwagen. Konkrete Ergebnisse werden im Sommer vorliegen, erklärte Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner im HNA-Gespräch.

Mittels einer Cordonmessung sollte auch der Durchgangsverkehr erfasst werden. Insbesondere dieser stellt ein Problem dar: Denn die direkte Anbindung an die A 49 ziehe Schwerlastverkehr und zu schnell fahrende Fahrzeuge nach sich.

Gudensberg: Kritik an zu schnell fahrenden Autos

Anwohner und Politiker bemängeln in diesem Zusammenhang, dass an der Besser Straße zu schnell gefahren werde, weshalb die Autos auch vor dem Ortsschild Gudensbergs nicht wirklich abbremsen würden. Abhilfe würde dort ein Kreisel schaffen.

So lautet eine Idee, um die Situation am Verkehrsknotenpunkt der Landesstraßen 3221 und 3150 und der Anschlussstelle Gudensberg der A 49 zu entspannen. Gut geplante, großflächig angelegte Kreisverkehre können sehr hohe Verkehrsaufkommen mit einem Minimum an Stau effizient bewältigen.

Solche bieten als weitere Vorteile eine überschaubarere Verkehrslage, bessere Wirtschaftlichkeit durch die verteilende Wirkung und besserer Umweltschutz durch weniger Abgase und Lärm.

Gudensberg: Ein Kreisel für langsameren Verkehr? Fragen und Antworten zum Thema.

Gibt es Gründe, weshalb der Bau eines Kreisels dort nicht möglich wäre?
Eine mögliche Reduzierung der Geschwindigkeit rechtfertig nicht den Bau eines Kreisverkehrs, heißt es von Hessen Mobil gegenüber der HNA. „Bevor man über eine derart große bauliche Maßnahme nachdenkt, ist zu überlegen, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, die Situation dort verbessern lässt.“
Hat die Stadt schon mal das Gespräch mit Hessen Mobil gesucht, um das Problem zu erörtern?
Ja, Gespräche dazu hätten schon stattgefunden. Allerdings ohne konkrete Anhaltspunkte. Damals wurden folgende Punkte festgehalten: Die Probleme seien nicht so gravierend, dass die Kreuzung L 3221/ L 3150 (an der Autobahnabfahrt) mit Geldern des Landes Hessen zu einem Kreisel umgebaut werden solle, denn diese Kreuzung sei ausreichend leistungsfähig.Ein Umbau dieser Kreuzung in einen „Kreisel“ führe nicht zu weniger Verkehr in der Besser Straße. Eine bessere Umlenkung des Verkehrsstroms sei eher durch eine Änderung der Vorfahrt zu erreichen.
Gibt es Alternativen zu einem Kreisel?
Die Entwicklung und Umsetzung von verkehrlichen Maßnahmen ist zwischen allen beteiligten Behörden abzustimmen, so Hessen Mobil. Das heißt, dass das Ordnungsamt als auch der Landkreis involviert werden müssen.
Wurde an dem Knotenpunkt eine Verkehrserhebung durchgeführt und gibt es hierzu aktuelle Zahlen?
2018 hat Hessen Mobil an diesem Knotenpunkt eine umfangreiche Verkehrserhebung durchgeführt. Den höchsten Anteil haben Verkehrsteilnehmer, die zwischen der Besser Straße in Gudensberg und der A 49 von und nach Richtung Kassel unterwegs sind. Die Verkehrserhebung hat gezeigt, dass der Verkehr ohne größere Stauungen über den Verkehrsknoten fließt. Einzig im morgendlichen Berufsverkehr kann es zwischen 7 Uhr und 8 Uhr vereinzelt zu geringen Wartezeiten für Fahrzeuge kommen, die von der Lanesstraße 3150 aus in die Kreuzung einfahren.

Von Linett Hanert

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