Ab März sollen Bushaltestellen umgebaut werden

Gudensberger können bald barrierefrei mit dem Bus fahren

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Stolperfalle: Die Bushaltestellen in Gudensberg sollen barrierefrei werden.

Das Ziel ist klar: Alle Bushaltestellen der Stadt Gudensberg sollen barrierefrei werden. Los geht es im März mit dem Umbau der Haltestelle am Rathaus. Es folgen entlang der Strecke der Buslinie 500, Dissen-Ost, Deute-Mitte, Kasseler Straße und Alter Sportplatz.

Wann genau die Arbeiten an diesen Haltestellen beginnen werden, stehe noch nicht genau fest, so Bürgermeister Frank Börner. Er gehe aber davon aus, dass die sechs Bushaltestellen im Sommer barrierefrei sein werden – während der Arbeiten wird es Ausweichpläne geben.

440 000 Euro kostet der Umbau, Zuschüsse in Höhe von 346 000 Euro gibt es vom Land – unter anderem aus dem Kommunalinvestitonsprogramm (KIP), in Höhe von 60 000 Euro. Börner freut sich über die finanzielle Unterstützung, die nun den zügigen Umbau der ersten sechs Haltestellen möglich mache. 

Und sogar mehr als das, denn am Alten Sportplatz sollen zusätzlich 20 Park-and-Ride-Plätze entstehen und die Haltestelle am Rathaus in Gudensberg wird einem elektronischen Fahrgastinformationssystem ausgestattet.

Eva-Kühne HörmannHessischeJustizministerin

 „Die Linie 500 ist unsere Lebensader nach Kassel und die Haltestelle am Rathaus wird viel genutzt“, sagt Börner. Da sei es gut, dass die Informationen darüber, wohin die Busse fahren über eine digitale Anzeige bald schnell und übersichtlich erkennbar seien.

Haltestellen in Obervorschütz und  Gleichen sollen auch noch barrierefrei werden

Insgesamt gibt es im Stadtgebiet zwölf Bushaltestellen: Drei weitere – zwei davon in Obervorschütz und eine in Gleichen – sollen auch noch barrierefrei werden, so der Rathaus-Chef. Einen festen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht.

Dann stünden noch die Stationen in Dorla-Landesstraße und Dissen-Ost aus, doch da diese zum Bereich gehören, für den Hessen-Mobil zuständig ist, sei nicht klar, ob und wann dort mit einem barrierefreien Zugang in die Linienbusse zu rechnen sei. Eine Information darüber, ob Hessen-Mobil einen solchen Umbau der beiden Haltestellen plant, war bis Redaktionsschluss nicht von der Behörde zu bekommen.

„Der Umbau der Bushaltestellen am Rathaus ist dringend notwendig. Ich freue mich sehr darüber, dass wir bereits im März beginnen können. Damit sichern wir, dass auch Ältere und in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Personen die Busverbindungen nutzen können“, sagt Börner. An den Bushaltestellen werde das sogenannte „Kasseler Bord“ verbaut, also eine Art Hochbahnsteig, der das Einsteigen in den Bus erleichtert.

Frank Börner,Bürgermeister

Durch die Barrierefreiheit sei die gleichberechtigte, selbstbestimmte und gefahrenlose Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs für alle Menschen jeden Alters möglich, sagte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann bei der Übergabe der Förderzusage für die Stadt Gudensberg.

Börner freut sich, dass Kühne-Hörmann zu Gast in Gudensberg war. „Sie hat sich Zeit für uns genommen und sich nach der Situation der

Stadt erkundigt“, so Börner. Bei dieser Gelegenheit habe er der Ministerin unter anderem davon berichtet, dass die Stadt noch immer auf die Bewilligung des Geldes für den Bau des Kindergartens in Maden warte. „Wir würden gerne sehr bald damit beginnen, aber die Zusage vom Land fehlt noch“, erklärt Börner. Kühne-Hörmann habe zugesagt, sich um die Angelegenheit kümmern zu wollen. „Es war eins ehr konstruktives Gespräch“, freut er sich.

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