Parlament beschließt einstimmig

Gudensberger vernetzen sich: Stadt kauft Gebäude am Grabenweg für Gemeinwesenarbeit

Dort soll das neue generationenübergreifende Zentrum in Gudensberg entstehen: Die Stadt hat das leer stehende Gebäude am Grabenweg gekauft.
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Dort soll das neue generationenübergreifende Zentrum in Gudensberg entstehen: Die Stadt hat das leer stehende Gebäude am Grabenweg gekauft.

Das leer stehende Gebäude am Grabenweg in Gudensberg soll das neue Multifunktionale Zentrum der Stadt werden. Die Stadtverordneten haben den Kauf des Grundstückes und des Gebäudes während ihrer Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen.

Mit dem Kauf gehört das Kommunikationszentrum an der Fritzlarer Straße 26 (F 26) als solches bald der Vergangenheit an. Ursprünglich war das Gebäude an der Fritzlarer Straße für die Schaffung von Wohnraum durch einen Abriss gedacht. „Das ist auch in Zukunft der Plan“, sagte Bürgermeister Börner gegenüber der HNA.

Mit dem Erwerb des neuen Gebäudes am Grabenweg sei der Startschuss gefallen für ein Projekt, das die Innenstadt deutlich beleben würde, erklärte Börner. Denn das Grundstück befinde sich in unmittelbarer Nähe zur Gudensberger Fußgängerzone. Die Stadt habe schon lange nach einem geeigneten Platz für die Gemeinwesenarbeit gesucht. Zuletzt war auch das ehemalige Kaufhaus Trossbach im Gespräch. Die Idee konnte aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden, so Börner.

Nun also der ehemalige Laden am Grabenweg. „G 1“ – so lautet der Arbeitsbegriff, unter dem nun ein Raumkonzept erarbeitet werden soll, es erinnert an das jetzige Kommunikationszentrum mit dem Namen „F 26“. Das F 26 ist nur eine Übergangslösung. „Unseren Vereinen fehlen Räume, mit einem klugen Raumkonzept können wir ihnen diese im G 1 bieten, dabei noch Ressourcen sparen und die Vereine untereinander vernetzen“, sagt Börner. Wichtiger Baustein sei natürlich die Gemeinwesenarbeit und der Verein Mach Mit, die dort in Zukunft ihre Leistungen anbieten werden.

Julian Brand (SPD) ergänzte, dass Gudensberg Grund zur Freude habe, „wenn nun eine zentrale und unabhängige Begegnungsstätte geschaffen werde, die generationsübergreifend genutzt werden kann“. Zustimmung gab es auch von der CDU. Dieter Heer wies auf die Parkplatzsituation hin: „Würde das Areal ein privater Investor kaufen und einen Zaun drum ziehen, würden viele Parkplätze wegfallen, die dringend benötigt werden.“

Der Umbau läuft über einen Zuwendungsbescheid aus 2018. Insgesamt zwei Millionen Euro Fördermittel stehen der Stadt aus dem Förderprogramm des Bundes für Kommunikations- und Begegnungszentren zur Verfügung. Etwa 224 000 Euro werden über eigene Mittel finanziert. Das Gebäude hat eine Fläche von rund 800 Quadratmetern. Die Finanzierung für den Erwerb des 2800 Quadratmeter großen Grundstückes wird zudem mit 73 Prozent aus dem Programm Lebendige Zentren möglich, erklärte Börner. Wann das neue Multifunktionale Zentrum bezugsfertig sei, könne noch nicht gesagt werden. „Erst müssen wir ein Raumkonzept erarbeiten, das alle Vereine berücksichtigt und die Mehrfachnutzung ermöglicht“, erklärte Börner. (Linett Hanert)

Termin: Gesprächsrunde um Ideen zur Raumnutzung des „G 1“ zu entwickeln am Donnerstag, 12. November, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Gudensberg.

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