422.000 Follower auf Instagram

Gudensbergerin Paula Krämer nimmt an Sat1-Show "The Mole" teil

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In Kassel hängen schon die ersten Werbeplakate zur Sendung: Eigentlich kennt man Paula Krämer aus dem sozialen Netzwerk Instagram, ihr Gesicht auf Werbeplakaten zu sehen ist allerdings auch für sie eine Neuheit. 

In einer Abenteuershow des Senders Sat1 kämpfen mehrere Kandidaten um bis zu 100.000 Euro - und zwar in Argentinien. Die Gudensbergerin Paula Krämer ist eine von ihnen.

Paula ist 23, Studentin und kommt aus Gudensberg. Doch sie ist mehr als das nette Mädchen von nebenan. Paula ist Influencerin, also eine junge Frau, die Menschen im Internet an ihrem Leben teilhaben lässt und damit Geld verdient. Ihr Leben teilt sie mit 422.000 sogenannten Followern, die ihr Profil abonniert haben.

Im vergangenen Herbst wandt sich die Gudensbergerin mit einer Nachricht an ihre Follower, erklärte, dass sie aufgrund eines Projektes für mehrere Wochen nicht aktiv auf der Plattform Instagram sein wird. Einige Beiträge habe sie aber im Vorfeld erstellt, um die Zeit zu überbrücken. Ihre Schwester kümmerte sich in dieser Zeit um den Account der 23-Jährigen. Grund ist die Sat.1-Sendung „The Mole“ (Der Maulwurf), die von heute an mittwochs um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Das Format hat das Leben der Influencerin geändert.

„Als wir in den Flieger nach Argentinien gestiegen sind, wussten wir weder, wer bei der Show dabei sein wird, noch was uns genau erwartet“, sagt die 23-Jährige. Unter der Moderation der Musiker von „The BossHoss“ werden sie, noch bevor sie ihre Mitspieler kennenlernen, lebendig begraben. Befreien können sie sich nur durch das Lösen einiger kniffliger Rätsel. Nur gemeinsam als Team können sie den Geldtopf füllen und am Ende bis zu 100.000 Euro gewinnen.

Was klingt wie eine Überlebensshow, wird spannend, wenn der Maulwurf ins Spiel kommt. Denn einer der Kandidaten spielt gegen die Gruppe. Am Ende jeder Sendung müssen die Spieler 20 Fragen zum Maulwurf beantworten. Wer am wenigsten weiß, scheidet aus – bis im Finale zwei Kandidaten und der Maulwurf übrig bleiben.

Sechs Wochen war Paula Krämer fern der Heimat, ohne Handy und ihre Familie. „Für mich war das nichts Neues, mit 14 war ich für ein Jahr in Neuseeland, da habe ich gelernt, auf mich allein gestellt zu sein. Trotzdem habe ich meine Familie sehr vermisst“, so Krämer.

Mit ihnen verstand sich Paula während der Show am Besten: (von links) Colleen, Paula, Aaron und Martin stellten sich den Aufgaben in Argentinien.

Der Auslandsaufenthalt in Neuseeland sollte Paulas Leben kräftig auf den Kopf stellen. „Ich habe in dieser Zeit an Gewicht zugenommen und mich sehr unwohl gefühlt. Das war der Zeitpunkt, an dem ich mit Kraftsport begonnen habe.“

Was ursprünglich Mittel zum Zweck war, entwickelte sich zur Leidenschaft der Gudensbergerin. 2015 startete sie mit Bodybuilding und nahm an mehreren Wettkämpfen teil. Sie belegte den ersten Platz der Bikini Junioren Klasse und setzte sich so gegen 18 Kontrahentinnen durch. Seitdem ist sie für mehrere Fitnessfirmen tätig, reiste mit der Sportbekleidungsfirma „Gymshark“ nach England.

„Instagram habe ich schon länger, der Startschuss für meinen Erfolg fiel aber 2014“, so Krämer. Für ihre Bilder nutzt sie oft Kulissen aus Kassel, da sie dort bis vor Kurzem gelebt hat. „Ich werde oft erkannt, aber das gehört dazu und bisher hatte ich noch nie unangenehme Begegnungen.“ Instagram ist allerdings nicht ihr einziger Lebensinhalt. Krämer studiert Pflegemanagement und geht in ihrer Freizeit gerne mit Hündin Emma spazieren.

„Ich zeige viel von meinem Leben, dazu muss man als Influencer bereit sein, Authentizität ist wichtig, um erfolgreich auf der Plattform zu sein“, so Krämer. Auf das Casting zur Show stieß sie durch ihr Management, wichtig sei ihr gewesen, dass die Show nicht zur Kategorie „Trash-TV“ zählt, bei dem es um seichte Unterhaltung geht.

Die erste Folge durfte sich Krämer am Tag vor der Erstausstrahlung anschauen. „Ich bin gespannt und auf die Reaktionen von Außen, wie es im Fernsehen aussieht weiß man ja vorher nicht“, so Krämer. Wie sie sich schlägt und ob die Gudensbergerin der Maulwurf ist, bleibt wohl bis zum Finale geheim.

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