Handyhülle aus Abfällen: GAZ-Schüler stellen Produkt bei Ideen-Expo vor

Sie stellen noch bis 12. Juli ihre Idee in Hannover vor: Acht Schüler der Georg-August-Zinn-Schule Gudensberg und ihre Lehrerin Birgit Rückner (rechts) machen mit beim Schülerwettbewerb „Ideenfang: Erfinden - Entdecken - Entwickeln“, von links Matthias Henkel, Maik Bauer, Jenny Schultheis, Kim Lea Wollschläger, Tristan Dippel, Johanna Plettenberg, Isabell Tymko und Lucas Ickler. Foto: Eberlein

Aus Wasser und Zeitungspapier sind die stabilen Handyhüllen, die acht Schüler der Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) Gudensberg mit Lehrerin Birgit Rückner entwickelt haben. Jetzt werden sie bei der Idee-Expo in Hannover vorgestellt.

Die Handyhüllen für verschiedene Smartphone-Modelle können nach einem einfachen Rezept selber hergestellt werden. Damit hatten die Schüler aus Gudensberg die Jury überzeugt und waren unter die 25 Finalisten gekommen, die ihre Idee selbst auf der Expo in Hannover vorstellen dürfen.

Seit vorigen Freitag sind Maik Bauer, Tristan Dippel, Matthias Henkel, Jenny Schultheis, Kim Lea Wollschläger, Isabell Tymko, Johanna Plettenberg und Lucas Ickler in Hannover. Bis zum 12. Juli leiten sie dort an einem eigenen Stand Besucher an, ihr Handy mit einer selbst hergestellten Handyhülle zu versehen.

Schwierig ist das Ganze nicht. Man braucht zunächst einen Brei aus Wasser und Papierschnipsel. Damit wird der Boden eines kleinen rechteckigen Drahtkörbchens gefüllt und ein von den Schülern ausgesägter Holzdummy des Handy-Modells hineingelegt.

Danach wird der verbleibende Freiraum des Handys mit dem Papierbrei ausgefüllt und die Masse um das Holzstück herum gepresst und gebügelt, damit das Wasser schneller entweicht. Zum Schluss muss die fast fertige Handyhülle in den Backofen, um gänzlich auszuhärten.

Es dauert rund 20 Minuten, bis aus dem Papierbrei eine feste Masse geworden ist, die anschließend auch noch bemalt oder anderweitig verschönert und individuell gestaltet werden kann.

Mehrere Monate hatten die Schüler an der Methode gefeilt, um ihre Idee gut auf der Ideen-Expo präsentieren zu können. „Wir wollten etwas machen, was umweltfreundlich ist und mit dem Smartphone zu tun hat“, sagt Johanna Plettenberg. Die Schüler der 7. Realschulklasse wollten eine Alternative zu den herkömmlichen Hartplastikschalen finden. Nun liegt es an der Jury zu entscheiden, welche der 25 Ideen die Beste ist.

Von Christl Eberlein

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