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Hessische Milch- und Käsestraße: Ganz Nordhessen ist jetzt dabei

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Von: Daniel Seeger

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Julia und Jens Griesel stehen zusammen mit Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes im Stall vom Milchhof Griesel.
Griesels Milchhof ist Teil der Hessischen Milch- und Käsestraße. Auf unserem Bild von links Julia und Jens Griesel und Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes. © Daniel Seeger

26 Betriebe aus der Region sind ab sofort Teil der Hessischen Milch- und Käsestraße.

Obervorschütz – Auf dem am Ortsrand von Obervorschütz gelegenen Milchhof Griesel wurde jetzt der letzte „schwarze Fleck auf der Karte“ der Hessischen Milch -und Käsestraße geschlossen. So formulierte es zumindest Karsten Schmal, der Vorsitzende der Landesvereinigung für Milch und Milcherzeugnisse in Hessen, bei der Eröffnung der letzten Etappe der Straße in Gudensberg. Denn mit den Betrieben aus der Region „Hessens Nordosten“, die die Landkreise Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Kassel und Werra-Meißner umfasst, sind nun Landwirte aus dem ganzen Bundesland Teil des Projekts.

Hessische Milch- und Käsestraße: Verbraucher sollen regionale Produkte kennenlernen

Bei der Hessischen Milch- und Käsestraße gehe es darum, den Verbrauchern regional erzeugte Milchprodukte näherzubringen. Man wolle den Menschen die Möglichkeit geben zu erleben, wo die Milch her kommt, wie sie verarbeitet wird und Orte aufzeigen, an denen es die Produkte der regionalen Erzeuger zu kaufen gibt. „Ziel ist es, zu erreichen, dass sich die Verbraucher mit den Milchprodukten der Region und der heimischen Landwirtschaft identifizieren.

Zudem soll Verarbeitern und Gastwirten eine Plattform geboten werden, ihre Angebote rund um die Milch bekannt zu machen“, erläutert Karsten Schmal, der zugleich auch Vorsitzender des Hessischen Bauernverbandes ist. 26 Partnerbetriebe von Bad Hersfeld bis Bad Karlshafen sind Teil der nordöstlichen Hessischen Milch- und Käsestraße – rund 200 sind es hessenweit.

Unter den Partnern befinden sich milchwirtschaftliche Betriebe mit und ohne Direktvermarktung, Hofmolkereien und -käsereien, Bauernhofcafés, Jausenstuben, Heuhotels und Landgasthöfe. Viele Betriebe können nach Anmeldung besichtigt werden.

Hessische Milch- und Käsestraße: Griesels Milchhof legt viel Wert auf Vermittlung

Zum Empfang auf dem Hof in Obervorschütz gab es – wie sollte es auch anders sein – Milch statt Sekt. Dass Griesels mit von der Partie sind, ist kein Zufall. Sie legen schon lange Wert darauf zu vermitteln, wie Landwirtschaft funktioniert und wie die Milch zum fertigen Produkt verarbeitet wird. „Wir haben wöchentlich für vier Stunden eine Schulklasse der Georg-August-Zinn-Schule zu Gast“, sagt Jens Griesel. Der Unterricht findet dann direkt auf dem Hof statt und die Schüler erfahren so, wie Landwirtschaft funktioniert.

Lange Zeit waren regionale Produkte bei den Verbrauchern im Trend. „Wir merken, dass das Interesse an regionalen Produkten wieder etwas zurückgeht“ berichtet Griesel. Ein guter Grund also, für Betriebe wie den Milchhof, Teil der Hessischen Milch- und Käsestraße zu sein. Neben den Obervorschützern sind im Schwalm-Eder-Kreis noch der Biohof „Bunte Kuh“ (Spangenberg), der Ziegenhof Ems-Aue (Fritzlar), Thorsten Althoff (Fritzlar), der Posthof der Familie Lux in Kerstenhausen, der Hof Ziegler (Schwalmstadt-Allendorf) und das Ecklädchen Wernswig (Homberg) dabei.

milchhessen.de

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