Seine Aufgaben: Kontrolle und Prävention

Die Stadt Gudensberg soll einen Hilfspolizisten bekommen

Für die Innenstadt: Die Stadt Gudensberg plant den Einsatz eines Schutzmannes vor Ort, der auch die Innenstadt im Auge behält.
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Für die Innenstadt: Die Stadt Gudensberg plant den Einsatz eines Schutzmannes vor Ort, der auch die Innenstadt im Auge behält.

Die Stadt Gudensberg bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Schutzmann vor Ort. Das bestätigt Bürgermeister Frank Börner auf HNA-Nachfrage. Gudensberg war eine der ersten Kommunen in Hessen, die Teil der Polizei-Initiative Kompass wurde. Seit Dezember 2017 laufen hessenweit bereits Kompass-Modellprojekte. Nun nimmt die Arbeit der Initiative Form an, erklärt Bürgermeister Frank Börner.

„Der Schutzmann oder die Schutzfrau soll in der Innenstadt Präsenz zeigen für mehr Sicherheit und für Ordnung sorgen“, erklärt Frank Börner. Zuletzt gab es intensivere Gespräche mit dem Polizeipräsidenten des Landes. „Und wir sind zuversichtlich, dass wir einen Schutzmann bekommen“, sagt Börner. Es ginge aber nicht nur darum, Falschparker zu enttarnen. Die Aufgaben des Hilfspolizisten seien vielfältig. Zum Aufgabengebiet gehörten Kontrollgänge, Prävention und Problembewältigung. „Zudem soll bei den Menschen das Bewusstsein geschaffen werden, dass wir vor Ort eine Respektsperson haben“, erklärt Börner. Gleichzeitig solle er auch Bürgernähe schaffen. Dafür soll es eine konkrete Anlaufstelle geben – und zwar im Rathaus.

„Wir denken, dass es für den Schutzmann dann ein Büro im Rathaus geben wird – dort können sich die Menschen dann bei Problemen direkt an ihn wenden“, erklärt Börner. Der Stundenumfang müsse noch mit der Polizei abgestimmt werden. Auch müsse geklärt werden, ab wann genau der Schutzmann nun eingesetzt werde. Die Ressourcen – also das Personal – werden vom Land und der Polizei gestellt.

Neben dem Schutzmann vor Ort umfasst das Kompass-Projekt weitere Projekte. Dazu zählen auch Beratungen für Senioren, Handlungsempfehlungen für Videoüberwachungen und Bürgersprechstunden.

Kompass-Projekt des Landes Hessen

Kompass steht für Kommunal-Programm-Sicherheits-Siegel und ist ein vom Hessischen Innenministerium initiiertes Programm, das sich an Kommunen in Hessen richtet. Es soll der Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Polizei dienen. Gudensberg war eine der ersten Kommunen, die am Pilotprojekt teilnahm. Die Einwohner einer Gemeinde sollten Fragen zum Sicherheitsgefühl in ihren Gemeinden beantworten. Das sollte durch Bürgerversammlungen, Ortsbegehungen geschehen. In Gudensberg fand das Projekt unter großer Bürgerbeteiligung statt, erklärt Börner. Es gab Fragebögen, die etwa 1000 Gudensberger beantwortet haben, sagt Börner. Diese wurden nun ausgewertet. Die Ergebnisse konnten noch nicht vorgestellt werden, weil eine Veranstaltung wegen der Pandemie vorerst verlegt werden musste. Die Stadt suche nach einer Alternative. 

Von Linett Hanert

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