Natürlich viel Spaß

HNA-Schwimmbadtest im Gudensberger Terrano Naturbad fällt am besten aus 

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Hände desinfizieren und dann kennt der Spaß keine Grenzen: Das freut auch Norbert Braun, Betriebsleiter des Bades.

Sommer, Sonne, Strand – das wird in Coronazeiten für viele Menschen nichts. Das kühle Nass genießen geht trotzdem – in einigen Bädern des Kreisteils Fritzlar-Homberg zum Beispiel. Wir haben sie getestet, diesmal in Gudensberg. 

Der fünfte und letzte Schwimmbadtest führt uns in das Gudensberger Terrano Naturbad. Unser Tester Philipp Lorenz ist zuvor schon in den Bädern in Besse, Niedenstein, Homberg und Fritzlar schwimmen gegangen – diese fünf Bäder sind in der Coronakrise die einzigen im Kreisteil Fritzlar-Homberg, die geöffnet haben.

Eingang/Ticketverkauf

Kompliment: In Gudensberg hält man sich besonders konsequent an den Pandemie-Plan mit speziellen Verhaltensregeln. Und: Darunter leidet der Badespaß nicht.

Als einziges Bad ermöglicht das Terrano Naturbad zudem eine Live-Abfrage der aktuellen Besucheranzahl im Internet. Am Eingang wurden dafür Lichtschranken installiert, die Besucher registrieren. So lässt sich für alle, die gerne in das Bad möchten, schon im Vorfeld prüfen, ob sich der Weg lohnt.

Online kann man sich aber kein Ticket kaufen. Die persönlichen Daten werden vor Betreten des Bades auf einem vom Kassenpersonal ausgegebenen Formular erfasst. Doch gibt es die Möglichkeit, die Daten im Vorfeld in einem Formular einzutragen, das man auf der Internetseite der Stadt herunterladen kann. Kinder unter zehn Jahren dürfen das Freibad nur in Begleitung einer erwachsenen Person betreten. Die Besucherzahl wurde in Gudensberg auf maximal 300 Personen begrenzt. Damit hält man sich an eine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Die rät, in Schwimmbädern etwa 15 Quadratmeter pro Badegast einzuplanen. Nach Handdesinfektion leitet Flatterband den Weg in das Bad.

Sicherheit und Spaß in einem: Im Gudensberger Terrano-Naturbad gibt es mit Abstand die meisten Sicherheitshinweise und auch den meisten Badespaß. Abe r: Schwimmer können dort nur bedingt ihre Bahnen ziehen. Alle Fotos: Philipp Lorenz

Umkleide und Duschen

Die Umkleiden, Duschen und Spinde sind komplett geschlossen und stehen nicht zur Verfügung. Auf der Wiese des Schwimmbades stehen jedoch zwei Holzhütten bereit. In diesen ist es möglich sich umzuziehen. Allerdings empfiehlt es sich, bereits mit angezogener Badebekleidung in das Freibad zu kommen.

Die Kaltwasser-Außenduschen dürfen genutzt werden. Die Toiletten sind geöffnet, der WC-Bereich darf von maximal zwei Personen gleichzeitig betreten werden.

Liegeflächen

Von den Umkleiden auf die Liegewiese gelangt man, indem man einem mit Flatterband markierten Weg folgt. Dieses „Ein-Weg-Prinzip“ soll verhindern, dass Personen im Eingangs- und Ausgangsbereich durcheinanderlaufen. Auch zum Imbiss gelangt man über einen solchen Weg. Das Schwimmbadgelände ist vergleichsweise klein, der Abstand kann gut eingehalten werden, da dementsprechend weniger Personen ins Bad dürfen. Auf der Wiese gibt es viele Hinweisschilder. Gegenseitige Rücksichtnahme wird groß geschrieben – auch im Wasser.

Geschafft: Philipp Lorenz hat für die HNA fünf Freibäder getestet – und Spaß dabei gehabt.

Schwimmen

Im Becken stehen, ebenfalls nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, jedem Badegast etwa fünf Quadratmeter zur Verfügung. Im Flachwasserbereich etwa 15 Quadratmeter. Dadurch regelt sich die Anzahl der Badegäste in den beiden Becken des Naturbades. Im Schwimmbecken gibt es einen Kreisverkehr, der durch Bojen markiert ist. Als einziges Bad der Testreihe bietet das Naturbad die Möglichkeit, einen Sprungturm (Sprungfelsen ohne rückfederndes Brett) zu nutzen.

Außerhalb des Beckens

Der Kiosk ist geöffnet. Verkauft werden dort aber lediglich kalte Getränke und abgepackte Lebensmittel. Tassen, Gläser und Besteck werden nicht ausgegeben.

Das Volleyballfeld darf von maximal zehn Personen gleichzeitig genutzt werden.

Fazit

Das Terrano Naturbad eignet sich für alle, die eine schnelle Abkühlung suchen. Durch das Lichtschrankensystem lässt sich frühzeitig nachsehen, ob sich ein spontaner Besuch lohnt. Gezieltes Schwimmtraining ist aber kaum möglich, da es keine markierten Schwimmbahnen gibt. Umso mehr lohnt es sich für Gäste, die einen Sprung vom Felsen wagen und einfach nur Spaß haben möchten.

Auch ist das Hygienekonzept in Gudensberg am konsequentesten umgesetzt. Hinweisschilder finden sich an jeder Ecke, Flatterband leitet durchs Freibad, Speisen und Getränke werden nur abgepackt verkauft.

Das Ergebnis

Das Gudensberger Terrano Naturbad bekommt vier von insgesamt fünf Badeenten (siehe Hintergrund). Und eine Extra-Ente für den größten Badespaß.

Ebenfalls getestet wurde das Eder-Auen-Erlebnisbad in Fritzlar, das Niedensteiner Hallenbad, das Freibad in Holzhausen/Hahn und das Freibad Am Erleborn in Homberg.

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