Stundenlanger Einsatz für Gudensberger Feuerwehren

Massive Überflutung in Gudensberg: Mindestens 45 Einsätze der Feuerwehr

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Bis zu einem Meter hoch stand das Wasser in  Maden teilweise. 

Durch Starkregen und Hagel kam es vor allem im Gudensberger Stadtteil Maden zu einer Überflutung. Teilweise stand das Wasser bis zu einem Meter hoch. 

Aktualisiert am 14. Juli um 13.20 Uhr - Zerfetzte Blumen, abgebrochene Äste, Rasenflächen, auf denen das Gehen zur schlammigen Rutschpartie wurde, und Wassermassen auf den Straßen, die einem reißenden Fluss ähnelten: Während es an anderen Orten im Kreis höchstens nieselte, hat ein Unwetter am Freitag vor allem in Maden eine massive Überschwemmung verursacht. Ein kurzer, aber heftiger Hagelschauer sorgte außerdem dafür, dass von jetzt auf gleich der Winter im Gudensberger Stadtteil einzog. 

„Bisher sind wir von Unwettern dieser Art größtenteils verschont geblieben.“ Bernd Völske hat in seinem jahrzehntelangen Dienst bei der Feuerwehr schon einiges erlebt, doch selbst er sucht nach den richtigen Worten für dieses Ausmaß. „So eine Überflutung hat es seit 20 Jahren nicht mehr gegeben“, sagt der Pressesprecher der Gudensberger Feuerwehren, während etwa 70 Einsatzkräfte gegen Wasser und Schlamm auf Straßen, in Gärten und Kellern kämpfen. 

Ursache: Wasser aus dem Goldbach trat über die Ufer

Der Starkregen kam gegen 13.30 Uhr. „Das hat dazu geführt, dass in Maden das Wasser aus dem Goldbach über die Ufer trat“, erklärt Völske die Ursache für die Überflutung. Die Wassermassen strömten daraufhin über die Straße Bleichwiesen und Neue Straße hinunter. Das Wasser stand teilweise bis zu einem Meter hoch. In kurzen Hosen, die Sandalen noch an den Füßen, bahnen sich Einwohner ihren Weg durch knöcheltiefe Hagelschichten in ihren Häusern – um zu retten, was zu retten ist. „Vier Kellerräume stehen bei uns unter Wasser“, sagt Susanne Fink. Ihr Mann ist gerade dabei, schwere Elektrogeräte die enge Treppe hochzutragen. Wie den Finks geht es vielen. 

Jochen Fricke (links)  und René Fink räumen mit Schlamm verschmierte Elektrogeräte aus einem Keller an der Neuen Straße in Maden aus. 

Ob Fahrräder, Kühlschränke oder Waschmaschinen, vieles ist durch Wasser, Hagel und Schlamm unbrauchbar geworden. „Die Autos fuhren hier einfach durch, obwohl die Straße komplett unter Wasser stand“, regt sich ein Anwohner auf. Tatsächlich blieben mehrere Autos im Schlamm stecken. „Wasser schwappte über die Motorhaube und legte das Auto lahm“, erzählt ein Fahrer bei dem Versuch, den Motor neu zu starten. „Gegen 14 Uhr wurden wir alarmiert“, sagt Einsatzleiter Christoph Hiebsch. 

Zwischenzeitlich wurden alle Ortsdurchfahrten etwa für eine Stunde gesperrt, berichtet der Wehrführer. Fast im Minutentakt ertönten neue Notrufe und Informationen aus den Funksprechgeräten. Alle Gudensberger Feuerwehren waren mithilfe von 15 Kameraden aus Besse etwa acht Stunden lang im Einsatz. Bis zum späten Abend pumpten sie mit spezieller Ausrüstung die Keller leer. 

Zum Schluss kam eine Kehrmaschine vom Bauhof zum Einsatz, um den Schlamm auf den Straßen zu beseitigen. „In manchen Fällen haben Einwohner es teilweise selbst geschafft“, berichtet Völske. Doch an mindestens 45 Einsatzstellen, auch in Obervorschütz und Gudensberg, mussten die Fachkräfte ran. Das Gudensberger DRK sorgte für die Verpflegung bei diesem Dauereinsatz.

Starke Überflutung in Gudensberg 

Überflutung in Gudensberg
Überflutung in Gudensberg © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
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Überflutung in Gudensberg © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
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Überflutung in Gudensberg
Das Wasser aus dem Goldbach trat über das Ufer.  © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
Überflutung in Gudensberg © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
Pressesprecher der Gudensberger Feuerwehren Bernd Völske © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
Pressesprecher der Gudensberger Feuerwehren Bernd Völske © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
Überflutung in Gudensberg © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
Überflutung in Gudensberg © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
Überflutung in Gudensberg © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
Überflutung in Gudensberg © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
Überflutung in Gudensberg
Überflutung in Gudensberg © Dorothea Wagner/ Eduard Schmidt/nh
 © Bernd Völske/Feuerwehr Gudensberg/nh
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Auch in Wolfhagen und Waldeck-Frankenberg kam es heute wegen des Unwetters zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen. In Wolfhagen mussten die Feuerwehren 51 Mal ausrücken - starker Hagel sorgte in der Kernstadt für winterliche Straßenverhältnisse. In Waldeck-Frankenberg waren vor allem Bad Arolsen und Frankenberg betroffen, wo ebenfalls zahlreiche Keller voll liefen.

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