Minister Tarek Al-Wazir sicherte Unterstützung zu

Investition mit Weitblick: Gudensberg baut Obernburg aus

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Stehen zur Burg: Unser Foto zeigt auf der Gudensberger Obernburg von links Werner Pilgram, Markus Exner (Grimm Heimat), Wolfgang Döring, Bürgermeister Frank Börner, Edmund Daher, den Hessischen Verkehrs- und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Kurt Scherp, Landrat Winfried Becker und den Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Franke. 

Gudensberg. Der Neubau auf der Obernburg in Gudensberg ist ein Stückchen näher gerückt. Zunächst soll mit dem Bau eines Informationszentrums mit Gastraum begonnen werden.

Das Land Hessen bezuschusst das Vorhaben, ein Erlebniszentrum Schlossberg zu schaffen, mit 243 000 Euro, erklärte der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der bei seiner Reise durch Nordhessen auf der Obernburg zu Gast war.

Wo bislang nur eine Ruine steht, sollen in der nahen Zukunft Gäste bewirtet und informiert werden.

Die Stadt rechnet mit einem Baubeginn im Herbst dieses Jahres. Der Betrieb könne im Sommer 2019 starten. Die Stadt will dort ein neues Tourismus- und Freizeitkonzept umsetzen. Neben einer Gastronomie soll der 2013 freigelegte Gewölbekeller zu einem Informationszentrum ausgebaut werden.

Auch Aufzug geplant

Ein entfernteres Ziel ist ein Aufzug von der Stadt zur Burg hinauf. Der Weg zur Burg ist steil und für Ältere und Menschen mit Gehbehinderungen nicht geeignet. Aber auch sie sollten an den Angeboten auf der Burg teilhaben können, sagte Bürgermeister Frank Börner. Zunächst steht also der Neubau eines Informationszentrums mit Gastraum und Toiletten an. Er soll 620 000 Euro kosten.

Die Förderung des Landes Hessen stamme aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, erklärte Al-Wazir. Tourismus sei ein großer Wirtschaftsfaktor in Hessen, 230 000 Menschen seien in Hessen diesem Berufsfeld einschließlich der Gastronomie beschäftigt. Nordhessen sei dabei am besten aufgestellt, verwies er auf die Markenbildung unter dem Dach der Grimm-Heimat. Die Investition in die Belebung der Obernburg sei eine mit Weitblick, spielte er doppeldeutig auf die weitläufige Aussicht von der Obernburg aus über das Land an. „Tourismus ist für den ländlichen Raum eine Chance.“

Die Burg und deren Aussicht besser zu vermarkten sei der Wunsch der Obernburgfreunde und der Stadt, sagte Bürgermeister Frank Börner. Die Obernburgfreunde haben sich der Burg angenommen, sie von Unrat befreit und gepflegt.

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