450 Besucher feierten

Joe-Cocker-Special: Chip n´Steel begeisterten in Gudensberg

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Spielten mehr als zwei Stunden lang: Die Band Chip n´Steel um Frontmann Michael Dippel (Mitte) sowie die Sängerinnen Christina Koch und Laura Jostes (links) begeisterten die Besucher der Gudensberger Märchenbühne. 

Gudensberg. „Schöner geht es nicht“, sagte Chip n’ Steel-Gitarrist Michael Washausen hinter der Märchenbühne, als am Samstag nach zweieinhalb Stunden das Konzert im Gudensberger Stadtpark zu Ende war.

Da machten sich gerade 450 begeisterte Besucher auf den Nachhauseweg. Eine laue Sommernacht, ein wunderschönes Ambiente, ein mitgehendes Publikum und nicht zuletzt eine Band um Sänger Michael Dippel, die mit ungemeiner Spielfreude Joe Cocker aufleben ließ, sorgten für einen perfekten Abend.

Die britische Blueslegende wäre sicher stolz auf ihn: Stimme, Gestik, Mimik – alles stimmt bei Michael Dippel. Der 64-Jährige wird zu Joe Cocker, wenn er auf der Bühne steht – und die Band unterstützt ihn tatkräftig dabei. Spätestens bei „Unchain my heart“ hielt es die Konzertgäste nicht mehr auf den Sitzkissen der Märchenbühne, sie tanzten unter freiem Himmel.

Mit dem Joe-Cocker-Special hatte Chip n’Steel – dies sind neben Frontmann Michael Dippel aus Homberg, Michael Washausen (Gitarre), Jürgen Bock (Bass), Frank Dittrich (Schlagzeug), Hugo W. Scholz und Konrad Schmidt (Saxophon), Niklas Werner (Keyboards), Christina Koch und Laura Jostes (Gesang) – bei ihrem seit 2012 vierten Konzert auf der Gudensberger Märchenbühne den Nerv des Publikums getroffen.

Für Keyboarder Niklas Werner war es der erste Auftritt mit Chip n’Steel. Ein fulminanter Einstand. Dass der Keyboarder schon viele Jahre Erfahrung bei Kasseler Bands gesammelt hat, war spätestens bei seinem Solo nicht zu überhören.

Joe Cockers Vorlieben für Kompositionen von John Lennon und Paul McCartney kamen mit „Come together“ genauso gut an, wie die alte Soulnummer „Respect yourself“ aus den 1950ern oder der Bob-Marley-Song „Could you be loved?“.

Reggae, Soul, Rock und Blues: „Joe hat wirklich vor nichts Halt gemacht, aber er hat es gut gemacht“, sagte Michael Dippel. Perfekte Akustik, ein herzliches Willkommen seitens der Stadt Gudensberg durch Elke Michel-Elbe, Weißwein, Bier und Bratwurst trugen dazu bei, dass sich die Besucher vor der Märchenbühne rundum wohlfühlten. „Gudensberg at its best“, wie Dippel anerkennend feststellte.

Mit der Band sind auch ihre Fans älter geworden, doch das hinderte die Musiker nicht daran, die Bühne zu rocken. Doch einmal hat auch das schönste Konzert ein Ende. „Bye, bye. Alte Leute müssen ins Bett“, sagte Frontmann Michael Dippel süffisant, bevor die Band zur letzten Zugabe ansetzte: „You are so beautiful“. Schöner geht’s nicht.

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