Rundweg um den Odenberg noch gesperrt

Baumläufer im Einsatz: Kopfhainbuchen in Gudensberg wurden beschnitten

+
Der dicke Ast muss ab: Sebastian Möller, Baumpflege-Experte aus Knüllwald, kümmert sich seit Jahren um die alten Kopfhainbuchen am Odenberg. Die Stadt will sie erhalten, weil die Allee am Waldesrand quasi als Kulturgut gilt.

Gudensberg. Der Baumläufer aus Knüllwald war in diesen Tagen wieder am Odenberg bei Gudensberg im Einsatz: Die über 100 Jahre alten Kopfhainbuchen müssen regelmäßig beschnitten werden. 

Sebastian Möller, Experte für den Beschnitt und die Pflege von Bäumen, hat sich erneut der über 100 Jahre alten Kopfhainbuchen angenommen, die am Waldesrand stehen.

„Wir haben mit der Kopfhainbuchen-Allee etwas ganz Besonderes zu bieten“, sagt Ingo Seifert-Rösing, bei der Stadtverwaltung für Tourismus und Stadtmarketing zuständig. Deshalb müsse man auch alles tun, um dieses besondere Landschaftsbild zu erhalten.

Mehr als 80 der knorrigen Bäume säumen den Wanderweg entlang des Odenbergs. Inzwischen sind sie in die Jahre gekommen und tragen schwer an den Kronen. Das kann dazu führen, dass die Stämme auseinanderbrechen.

„Früher, noch vor 50 Jahren, wurden diese Hainbuchen regelmäßig geschnitten, um Brennholz zu gewinnen“, sagt Seifert-Rösing. Das mache aber heutzutage niemand mehr, die charakteristische „Köpfe“ wachsen weiter, werden zur Belastung.

Unterstützt vom Kreisverband der Naturlandstiftung Hessen und freiwilligen Helfern der Ehrenamtsbörse, der Jusos und Jugendlichen einer Wohngruppe, kümmert sich die Stadt deshalb seit 2012 um die Pflege der Bäume. Die besondere Nutzungsform soll in der heimischen Kulturlandschaft auf diese Weise geschützt werden.

Über die Hälfte der Kopfhainbuchen sind inzwischen von den starken Ästen befreit worden, viele haben erneut ausgetrieben.

„Die Bäume bieten jetzt für viele weitere Jahre einen Lebensraum für die Tierwelt und den Spaziergängern ein schönes Bild“, freut sich Seifert-Rösing. Zwischen den alten Hainbuchen wurden vor gut zwei Jahren 15 junge Bäume gepflanzt, um die Allee zu ergänzen.

Weg noch gesperrt

Wenn der Baumschnitt vom Bauhof kleingesägt und abtransportiert worden ist, kann der Rundweg um den Odenberg wieder problemlos genutzt werden. Zurzeit sei er jedoch auch noch durch die Folgen von Sturmtief Friederike in Mitleidenschaft gezogen und für Fußgänger kaum passierbar, warnt Seifert-Rösing.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.