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Sternmarsch für Frieden in Gudensberg: 1200 Schüler setzen ein Zeichen

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Von: Peter Zerhau

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Eindrucksvolles Zeichen: Die Kinder und Jugendlichen schwenkten selbst gebastelte Friedenstauben auf der Märchenbühne.
Eindrucksvolles Zeichen: Die Kinder und Jugendlichen schwenkten selbst gebastelte Friedenstauben auf der Märchenbühne. © Peter Zerhau

1200 Schülern der Odenberg-Schule, Grundschule und Dr.-Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) haben an der Märchenbühne in Gudensberg ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine gesetzt.

Gudensberg – Eine tolle Veranstaltung vor einer märchenhaften Kulisse mit 1200 Schülern der Odenberg-Schule, Grundschule und Dr.-Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) fand gestern statt. Sie trafen sich bei strahlendem Sonnenschein. Alles war perfekt – wenn nur der Anlass für das Treffen der Kinder und Jugendlichen nicht so traurig und ernst gewesen wäre: Sie waren gekommen, um ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine zu setzen.

Mit selbst gebastelten Friedenstauben aus Papier und Bändern in den Landesfarben der Ukraine waren die Schüler in einem Sternmarsch von ihren Schulen zur Märchenbühne gekommen, Beamte der Polizei sorgten für die Sicherheit des Friedensmarschs. Es komme immer einmal vor, dass sich Menschen, egal ob Erwachsene oder Kinder, streiten, sagte Bürgermeisterin Sina Best in ihrer Ansprache. „Wenn wir aber streiten, müssen wir das mit Worten tun“.

Eindrucksvolles Zeichen: Die Kinder und Jugendlichen schwenkten selbst gebastelte Friedenstauben auf der Märchenbühne.
Eindrucksvolles Zeichen: Die Kinder und Jugendlichen schwenkten selbst gebastelte Friedenstauben auf der Märchenbühne. © Peter Zerhau

Krieg in der Ukraine: Gudensberger Schüler setzen ein Zeichen

Zwischen musikalischen Beiträgen der Lehrerband der GAZ drückten einige Schüler in ihren Muttersprachen ihre Ängste aus, wollten damit ein internationales Friedenszeichen setzen. Der Schulsprecher der Odenberg-Schule sagte, dass dunkle Wolken über Europa zögen, man habe Angst vor Krieg, auch hier in Deutschland.

Es herrsche die Angst, von der Familie getrennt zu werden. Die Angst vor den Folgen des Krieges und auch die Angst vor einem Atomangriff sei greifbar. Nach dem Liedbeitrag der Lehrerband, die das Stück „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen in „Frieden“ umbenannten und sangen, sprach Walter Pippert vom Partnerschaftsverein zu den Schülern.

Krieg in der Ukraine: Stadt Gudensberg und Partnerschaftsverein halten Kontakt nach Schtschyrez

Seit rund drei Wochen herrscht Krieg in Europa, sagte Pippert. Er selbst habe es zu Beginn des Jahres nicht für möglich gehalten, dass es zu so etwas Schrecklichem kommen könnte. Er selbst sei schon oft in der ukrainischen Partnerstadt Schtschyrez gewesen und habe gespürt, wie freundlich die Gudensberger Delegation begrüßt und empfangen wurde.

Die Menschen dort seien nicht bösartig, so wie Putin das seinem Volk erzähle, sondern freundlich. Die Ukrainer wollten, ebenso wie die Deutschen, in Frieden leben. Die Stadt Gudensberg und der Partnerschaftsverein würden in engem Kontakt mit dem Bürgermeister der Partnerstadt stehen. Pippert versprach, mitzuteilen, welche Dinge am dringendsten benötigt würden. „Putin hat Angst vor der Demokratie, denn Demokratie heißt Freiheit“, sagte Pippert.

Überall im Stadtgebiet liegen bunte Steine.
Überall im Stadtgebiet liegen bunte Steine. © Peter Zerhau

Nach Abschluss der Veranstaltung legten die Schüler auf ihrem Rückweg in die Schulen Friedenssteine im Stadtgebiet ab. Die Initiatorinnen Nadine Bargher und Kerstin Asmer riefen die Kinder und Jugendlichen auf, weitere Friedenssteine zu bemalen, sie überall auszulegen und damit ein ausdrucksstarkes Zeichen für den Frieden zu setzen. (Peter Zerhau)

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