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Den Wald der Zukunft pflanzen: 700 neue Bäume für Kahlflächen – Auch Schüler halfen mit

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Von: Manfred Schaake

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Auf dem Foto sind mehrere Menschen in einem Wald zu sehen.
Fleißige Helfer und Baumpaten: Mit einer großen Gemeinschaftsaktion wurden im Mader Holz neue Bäume gepflanzt. Der Sturm „Friederike“ und der Borkenkäfer hatten schwere Schäden angerichtet. © Manfred Schaake

Inzwischen gibt es insgesamt 960 gespendete Bäume rund um das Mader Holz und am Lamsberg.

Maden – Es war eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung von Bürgern aus Maden und Gudensberg, Schülern der Grundschule Obervorschütz, des Ortsbeirates Maden, Hessen Forst, des Unternehmens Travel & Plant sowie der VR Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder für den Umwelt- und Naturschutz sowie gegen das Waldsterben und den Klimawandel: 700 Eichen und Kirschbäume wurden an zwei Tagen im Mader Holz und am Lamsberg gepflanzt.

Inzwischen gibt es insgesamt 960 gespendete Bäume. Die restlichen Pflanzen kommen im Herbst in die Erde.

Pflanzaktion in Maden ist ein Gewinn für Natur und Umwelt

Die Pflanzaktion, die weitergehen wird, sei ein Gewinn für Natur und Umwelt und für die Dorfgemeinschaft, sagte Madens Ortsvorsteher Stefan Kattner. „Sei dabei: Spenden, Pflanzen, Gemeinschaft (er)leben.“ Unter diesem Motto steht die Aktion, die vor allem den Kindern viel Spaß bereitete. „Eine kurzweilige, sehr erlebnisreiche Aktion nah an der Natur“, sagte Katharina Gerhold, die Konrektorin der Grundschule Obervorschütz. Es sei wichtig, dass die Kinder lernen, wie sie aktiv am Umweltschutz mitwirken können.

„Der Baumbestand am Lamsberg muss dringend aufgeforstet werden“, hatte die Stadt Gudensberg bereits im Dezember vergangenen Jahres verkündet. Hintergrund: Die extremen Wetterbedingungen der vergangenen Jahre haben ihre Spuren auch im Gudensberger Stadtwald hinterlassen.

Viele Trockenschäden – Fichten fielen 2018 dem Sturm „Friederike“ zum Opfer

Auf vielen Flächen sind Trockenschäden zu beklagen – so auch am Lamsberg und am Mader Holz. Dort standen vorher Fichten. Sie fielen 2018 dem Sturm „Friederike“, der anschließenden Trockenheit und dem enormen Fraß des Borkenkäfers zum Opfer. „Der Borkenkäfer ist der bedeutendste Schädling an der Fichte“, erklärt die Stadt Gudensberg.

Der Zufall wollte es, dass vom Käfer befallenes Holz am Tag der Pflanzaktion abtransportiert wurde. Auch gesunde Fichten hatte der Borkenkäfer befallen. Ziel der Stadt sei es, langfristig einen klimastabilen Mischwald aus Laub- und Nadelgehölzen zu entwickeln. Partner sind Hessen Forst und das Gudensberger Unternehmen Travel & Plant. Deren Geschäftsführerin Katja Ladage hatte der Stadt ein Nachhaltigkeitskonzept vorgestellt und den Kontakt zu Hessen Forst hergestellt.

Dorfgemeinschaft Maden wird eine Baumurkunde mit Auflistung aller Spender erhalten

Die Grundschule Obervorschütz unterstützt die Aufforstung mit einem Schulprojekt, Sponsor ist auch die VR-Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder (siehe Hintergrund).

VR Partnerbank: Aus E-Mails werden Bäume

Mit der ganzjährigen Initiative „Aus E-Mails werden Bäume“ unterstützt die VR Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder Aufforstungsprojekte in der Region. Für jede neu eingereichte E-Mail-Adresse und Mobilfunknummer ihrer Kunden werde ein Baum gepflanzt. Das erklärte Vorstand Stefan Kördel anlässlich der Pflanzaktion in Maden. Im Januar und Februar teilten laut Kördel 517 Kunden ihre Kontaktdaten der Bank mit. Ebenso viele Baumspenden seien dem Aufforstungsprojekt Mader Holz zugutegekommen.

Die Dorfgemeinschaft Maden wird eine Baumurkunde mit Auflistung aller Spender erhalten. Die Urkunde soll im neuen Dorfgemeinschaftshaus am Wotanstein in Maden einen Platz erhalten. Auch für Hessen Forst war die Aktion ein Erfolg. Bei der Begrüßung hatte Försterin Sina Schollmeyer vom Forstamt Jesberg betont: „Wir wollen heute einen klimastabilen Wald der Zukunft pflanzen.“ (Manfred Schaake)

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