Haushalt ist Thema

Mehr Personal für Kitas: Bürgermeister Frank Börner über die finanzielle Situation der Stadt

Einiges wird in Gudensberg derzeit bewegt: Die Stadt schultert ein großes Investitionsprogramm. Unser
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Einiges wird in Gudensberg derzeit bewegt: Die Stadt schultert ein großes Investitionsprogramm. Unser

Gudensberg – Trotz großer Investitionen geht es der Stadt Gudensberg weiterhin finanziell gut, das sagte Bürgermeister Frank Börner in der Stadtverordnetensitzung. Außerdem hatte er einiges mehr mitzuteilen:

Haushalt

Am Ende des Jahres 2020 hatte die Stadt Gudensberg 9,73 Mio. Euro in ihrer Kasse. In diesem Jahr stemme die Stadt ein anspruchsvolles Investitionsprogramm, so Bürgermeister Frank Börner in seinem Bericht über den Haushaltsvollzug. 8,74 Mio. Euro an Investitionen sind 2021 vorgesehen. Hinzu kommen übertragene Haushaltsmittel aus Vorjahren hinzu, 7,8 Mio Euro sind das. Insgesamt sei das eine stattliche Summe, die fast schon einem Konjunkturprogramm entspreche, so Börner. Davon seien gut 5 Mio. Euro ausgegeben.

Man hänge mit der Realisierung des Investitionsprogramms nach. Gründe dafür: Durch die Coronakrise hätten sich Planungen verzögert und hinzu komme nun der Rohstoffmangel, der auch die großen Bauprojekte treffe. Das sei auch deshalb nicht erfreulich, weil die Stadt für all das Geld auf ihrem Konto Strafzinsen zahlen müsse.

Auf der Einnahmenseite sei die größte Unbekannte derzeit noch die Gewerbesteuer. Geplant habe man mit 2,05 Mio. Euro Gewerbesteuer, derzeit sei man bei 1,9 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen. Er sei noch optimistisch, dass sich der Betrag noch erhöhe, so Börner. „Sonst liegen wir aber voll im Lot“, so Börner.

Es zeichne sich auch ein positives Jahresergebnis ab, betonte der Rathauschef. „Wir schreiben nach wie vor schwarze Zahlen“, so Börner.

Glasfaserausbau

Die Kooperationsvereinbarung über den Ausbau des Glasfasernetzes mit dem Unternehmen „Unsere grüne Glasfaser“ und der Stadt Gudensberg ist unterzeichnet worden. Die nächsten Schritte sind laut Bürgermeister Frank Börner: Die Bauplanung soll durch ein Planungsbüro erfolgen, anschließend soll es eine erste große Informationsveranstaltung durch das Unternehmen im Bürgerhaus geben. Danach werde das Unternehmen die Bürger mit Beraterteams rund um mögliche Vertragsabschlüsse informieren. Zudem müssten dann Hausbegehungen stattfinden, um festzulegen, wo in den jeweiligen Gebäuden die Anschlüsse sein sollen. Am Ende stehe dann der Beginn der eigentlichen Bauarbeiten.

Kitas

Es soll mehr Personal in den Kindergärten der Stadt geben, so sieht es das Gute-Kita-Gesetz des Bundes vor. Diese Vorgabe gelte es bis Ende Juli 2022 einzuhalten, erläuterte Börner in der jüngsten Stadtverordnetensitzung. Für Gudensberg bedeute dies einen personellen Mehrbedarf von sieben Vollzeitstellen, das entspreche zusätzlichen jährlichen Kosten von rund 400 000 Euro, so Börner. Man rechne aber auch mit einem höheren Zuschuss zu den laufenden Kosten von rund 100 000 Euro aus, sodass letztlich auf die Stadt eine jährliche Mehrbelastung von 300 000 Euro zukomme.

Machbarkeitsstudie

Für das Kommunikations- und Begegnungszentrum, das sogenannte „A1“, im ehemaligen Coop-Markt im Grabenweg in Gudensberg gibt es jetzt eine Machbarkeitsstudie für das Raumkonzept. Grundlage sei unter anderem der Bedarf der künftigen Nutzergruppen, erklärte Börner. Man habe viele der Wünsche und Anregungen aufnehmen können.

Die Studie belege zudem, dass ein Umbau des ehemaligen Supermarktes sinnvoll sei und dieser nicht abgerissen werden müsse. Die Sanierung sei nachhaltig, betonte Börner.

Starkregengefahr

Wie kann künftig die Hochwassergefahr am Goldbach in Maden verringert werden? Eine Antwort auf diese Frage soll eine Starkregengefahrenkarte geben, die gerade von einem Ingenieurbüro erstellt werde, so Börner. Künftig müsse man öfter mit Starkregenereignissen und somit auch der drohenden Hochwassergefahr rechnen, sagte Börner weiter. Zuschüsse gebe es vom Land Hessen dafür und das Ingenieurbüro werde in einem Workshop über die Arbeiten daran berichten.

Schiedspersonen

Wilfried Höhmann und Mark Schulz (Stellvertreter) sind neue Schiedspersonen der Stadt Gudensberg.

Kulturkommission

Zwei neue Mitglieder haben die Stadtverordneten in die aus insgesamt neun Personen bestehenden Kulturkommission der Stadt gewählt. Thomas Hof und Dr. Werner Deibel gehören jetzt dazu. (Maja Yüce)

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