Henne Miss Marple und ihr Küken

Hühnermörder schlagen wieder zu: Henne und Küken der Schlossberg-Langohren misshandelt

Henne und Küken
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Henne Miss Marple und eines ihrer Küken. Das Huhn wurde brutal getötet.

Gudensberg – Es ist schon wieder passiert: In den Stall von Simone Schmidt in Gudensberg wurde eingebrochen. Dabei nahmen sich die bislang unbekannten Täter diesmal Henne Miss Marple und eines ihrer Küken mit. Nur wenige Tage später wurden die beiden Tiere am Alten Friedhof der Stadt aufgefunden – tot. Sie wurden grausam misshandelt, gequält und erschlagen, berichtet Simone Schmidt, die die Tiere nach Hinweisen von aufmerksamen und besorgten Gudensbergern fand.

Schon mehrfach wurde auf dem Gelände der Schlossberg-Langohren eingebrochen. Und immer wieder wurden dabei auch Tiere gestohlen. Während die Täter bei den ersten beiden Diebstählen Kaninchen aus den Ställen stahlen – ein großer Hase wurde wieder freigelassen – sind im Dezember bei zwei Diebstählen je eine Glucke und eines ihrer Küken einfach geklaut und später brutal getötet. „Diese Taten sind an Grausamkeit kaum noch zu überbieten“, sagt Schmidt.

Dabei ging sie anfangs gar nicht von solch üblen Machenschaften aus: „Anfang Dezember, beim ersten Diebstahl einer Glucke samt Küken, dachte ich noch, ein Raubtier könnte sich die beiden Tiere geholt haben“, sagt sie. Doch jetzt, nach dem erneuten Diebstahl, der sich in der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember ereignete, ist für sie klar, dass es sich um brutale Tierquäler handeln muss. Ein Spaziergänger fand vor wenigen Tagen die tote Henne und in der Nähe lag auch das Küken. „Ich kann es einfach nicht verstehen, wie ein Mensch sich so brutal an diesen wehrlosen Kreaturen vergreifen kann“, sagt Schmidt, auf deren Hof neben Eseln eben auch Schweine, Gänse, Hühner, Hasen und mehr Tiere leben. Anzeige hat sie bei der Polizei erstattet. Frische Schuhabdrücke wurden im Stall sichergestellt. Auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung hofft Schmidt nun, um den oder die Täter ausfindig zu machen. „Ich bin so traurig und könnte eigentlich nur weinen“, sagt Schmidt. Und weiter: „Ich hoffe, Miss Marple und ihr Küken mussten nicht zu lange leiden.“

Immerhin ein kleiner Trost bleibt Simone Schmidt, denn den fünf nun verwaisten Küken der getöteten Henne Miss Marple geht es gut. Schmidt und ihr Team der Schlossberg-Langohren haben sie in den vergangenen Wochen aufgepäppelt. „Es geht ihnen sehr gut, sie haben eine Wärmelampe und werden von uns natürlich liebevoll umsorgt“, so Schmidt. Klar, dass auf ihre Sicherheit nun ein besonderes Augenmerk gelegt wird. Und Simone Schmidt hat eine große Bitte an die Gudensberger: „Haltet weiter die Augen und Ohren auf“, sagt sie. Denn es müsse gelingen, die Täter endlich zu schnappen, damit nicht noch mehr Tiere so brutal sterben müssen wie Miss Marple und ihr Küken.

Hinweise an die Polizeistation in Fritzlar: 05622/99660.

Von Peter Zerhau Und Maja Yüce

Simone Schmidt und eines der nun verwaisten Küken.

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