Eigenen Apfelsaft herstellen

In der Mosterei in Dorla können Äpfel aus dem eigenen Garten verarbeitet werden

In der Mosterei gibt es Apfelsaft aus eigenen Äpfeln: Dr. Michael Theune ist der neue Besitzer der Chattengauer Ölmühle in Dorla.
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In der Mosterei gibt es Apfelsaft aus eigenen Äpfeln: Dr. Michael Theune ist der neue Besitzer der Chattengauer Ölmühle in Dorla.

„Seinen Apfel abgeben – seinen eigenen Saft bekommen“: Das ist Dr. Michael Theunes Leitidee. Der Arzt ist seit dem 1. Juli neuer Besitzer der Chattengauer Ölmühle in Dorla.

Dr. Michael Theunes und sein Team stellen in der Chattengauer Ölmühle regionale Produkte her und verkaufen diese im eigenen Laden. In den kommenden Wochen steht jedoch die Mosterei im Mittelpunkt. Diese gehört zum Konzept der Ölmühe dazu. Die Erntezeit der Äpfel steht Ende August, Anfang September auf dem Plan.

Die Mosterei gebe es bereits seit zehn Jahren. Dabei stehe die Idee im Vordergrund, Streuobst zu veredeln. „Darauf wollen wir mehr Wert legen und für die Verbraucher etwas Leckeres herstellen“, sagt Theune. Es sei kein Geheimnis, dass auf Streuobstwiesen das Obst einfach herunterfalle und liegen bleibe. Entweder fressen es die Vögel auf oder es vergammelt.

Mosterei Dorla: Saft aus eigenen Äpfeln

Die Idee sei ein Unikum: Die Kunden geben ihr eigenes Obst in der Mosterei ab und bekommen dann ihren eigenen Saft mit nach Hause. Ohne einen einzigen Zusatzstoff. Dabei können die Kunden ihre Äpfel rund um die Uhr abgeben. „Berufstätige haben vielleicht nur am Wochenende Zeit, zu ernten“, sagt er. Daher könnte das Obst jederzeit auf dem Hof abgegeben werden. Die Kunden füllen zusätzlich ein Formular aus – damit sei sichergestellt, dass sie wirklich Saft von den Äpfeln in ihrem Garten bekommen.

Außerdem hat Theune eigene Apfelbäume nebenan, von denen es auch Saft im Laden zu kaufen gibt. Der Saft hält laut Theune ohne Öffnen etwa ein Jahr. Das sei ein weiterer Vorteil der Verarbeitung, denn die Äpfel an sich könne man kein Jahr im Keller lagern, ohne dass sie vergammeln. Die drei oder fünf Liter Beutel mit dem Saft hingegen schon.

Chattengauer Ölmühle bietet Produkte aus eigener Herstellung an

Neben der eigenen Herstellung von Ölen, Pestos und Säften hat Theune auch Aroniabeeren-Sträucher nebenan gepflanzt. Alle Produkte sind im Laden in Dorla in idyllischer Lage zu erwerben. „Aroniabeeren haben einen fein-herben und säuerlichen Geschmack“, sagt Theune. Neben ihrem Geschmack ist insbesondere die intensive, dunkel-violette Farbe auffällig. Der Saft sei vor allem im Sommer mit Wasser als Schorle gemischt sehr erfrischend, verrät er.

Der Weg vom Apfel zum Saft 

Dr. Michael Theune erklärt den Weg vom Apfel bis zum Saft:

- Die Kunden bringen ihre Äpfel zunächst zur Mosterei.

- Faule Äpfel werden mithilfe einer Maschine aussortieren.

- Das Obst kommt in die „Waschanlage“.

- Beginn des eigentlichen Prozesses: Das Obst wird gewalzt und zerstückelt, sodass Saft und „Abfall“ entsteht.

- Der Saft kommt in den Pasteur (eine Art Ofen), in der er auf 60 Grad erwärmt wird. So wird der Saft von Keimen befreit.

- Letzter Schritt: Abfüllen des Saftes in Beutel.

Die Obstsaison 2020 beginnt am Samstag, 29. August. Bereits ab Mittwoch, 26. August, können eigene Äpfel abgegeben werden. Nähere Infos gibt es dazu unter safteria.de.

Von Cora Zinn

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