Neue Grundstücke

Neubaugebiet Gudensberg: Vom Ackerland zum Bauland

Die künftige Zufahrt zum neuen Baugebiet für Gudensberg: Das Team eines Bauunternehmens aus Morschen führt für die Stadt Gudensberg die gesamten Erschließungsarbeiten aus. Im Bild von links Metin Ramazano, Gürcan Duko, Polier Hasan Kizilkaya und Sunay Ahmet beim Verlegen des Betonpflasters für den Gehweg.
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Die künftige Zufahrt zum neuen Baugebiet für Gudensberg: Das Team eines Bauunternehmens aus Morschen führt für die Stadt Gudensberg die gesamten Erschließungsarbeiten aus. Im Bild von links Metin Ramazano, Gürcan Duko, Polier Hasan Kizilkaya und Sunay Ahmet beim Verlegen des Betonpflasters für den Gehweg.

Gudensberg kann weiter wachsen: Zwischen der Kernstadt und dem Stadtteil Maden wird derzeit das Neubaugebiet Gudensberg Süd/Auf dem Lerchsfelde erschlossen. 

Gudensberg – Gudensberg kann weiter wachsen: Zwischen der Kernstadt und dem Stadtteil Maden wird derzeit das Neubaugebiet Gudensberg Süd/Auf dem Lerchsfelde erschlossen. Im ersten Erschließungsabschnitt sind es 2,92 Hektar, was etwa vier Fußballfeldern entspricht. Hinzu kommen die Flächen für Straßen und das Grün. 31 Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie drei größere Grundstücke für Mehrfamilienhäuser werden zur Verfügung gestellt.

Das hat Bürgermeister Frank Börner im HNA-Gespräch mitgeteilt. 3,4 Millionen Euro sind im städtischen Haushalt für die Erschließung eingeplant. Im rechtskräftigen Bebauungsplan Nummer 84 sind insgesamt 4,62 Hektar (46 200 Quadratmeter) als Bauflächen ausgewiesen.

In Gudensberg gilt: Innen- vor Außenentwicklung

„Bei uns gilt nach wie vor der Grundsatz: Innen- vor Außenentwicklung“, erläutert Börner. Trotz der Ausweisung neuer Bauflächen gehe man sparsam mit dem Grund und Boden um: „Die Zuschnitte der Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser sind moderat. Sie sind zwischen 450 und 700 Quadratmeter groß.“ Voraussichtlich ab dem Frühjahr 2022 wird man nach Angaben Börners auf den neuen Flächen bauen können.

Die derzeit laufenden Erschließungsarbeiten seien vom Wetter abhängig. Das Vergabeverfahren für die Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser sei bereits abgeschlossen. Börner: „Aktuell beraten die städtischen Gremien, nach welchen Kriterien die Grundstücke für die Mehrfamilienhäuser vergeben werden sollen.“ Zur Verringerung des CO2-Ausstoßes werden die Grundstücke mit der Auflage verkauft, die Gebäude nach dem sogenannten Energie-Standard KfW 55 zu bauen. Ein solches Gebäude, so erläutert Börner, benötige nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Neubaus und sei deshalb besonders umweltfreundlich.

Die Quadratmeter-Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser betragen 149,30 Euro, für Mehrfamilienhäuser mit drei Geschossen 171,50 Euro und für vier Geschosse 182,61 Euro. Im zweiten Erschließungsabschnitt ist ein Spielplatz eingeplant, erklärte Börner. Seit 2011 habe die Stadt 221 Bauplätze erschlossen. Dazu habe es über 300 Anfragen gegeben.

Gudensberg und Maden: Es gibt mehr als 70 neue Bauplätze

Zusammen mit den Bauplätzen an der Hans-Geisser-Straße in Maden stehen laut Börner in der Chattengau-Kommune nunmehr insgesamt rund 70 neue Bauplätze zur Verfügung. Die Stadt habe sich dennoch bewusst dazu entschieden, zunächst nur 31 Baugrundstücke in den Verkauf zu geben. Um die Anfragen nach Bauplätzen möglichst rational und fair zu steuern, wende die Stadt erstmals ein Punktesystem an, das die Vergabe der Bauplätze regele: „Insbesondere Familien, Ehrenamtliche und Gudensberger profitieren von diesem System.“

So erhalten Bewerber mit Wohnsitz Gudensberg drei Punkte. Wer mindestens drei Jahre ehrenamtlich aktiv sei und wenigstens 50 Stunden im Jahr ehrenamtlich arbeitet, erhält ebenfalls drei Punkte. Zwei Punkte gibt es für einen Arbeitsplatz in Gudensberg. Jedes Kind unter 18 Jahre bringt einen Punkt. Vergeben werden die Bauplätze dann in der Reihenfolge der errechneten Punkte, erläutert Börner: „Der Bewerber mit der höchsten Punktzahl darf als erstes ein Baugrundstück auswählen.“ Bei Punktgleichheit entscheide das Los. (Manfred Schaake)

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