Obduktion erfolgte am Montag

Plötzlicher Kindstod in Gleichen: Drei Monate altes Mädchen gestorben

Gleichen. Ein drei Monate alter Säugling ist am Sonntag durch plötzlichen Kindstod gestorben. Ursprünglich hatte es Meldungen über eine Familientragödie im Gudensberger Stadtteil Gleichen gegeben - das erwies sich inzwischen als falsche Einschätzung.

Aktualisiert am Montag, 10. Juli 2017, 15.30 Uhr: Der drei Monate alte Säugling, der am Sonntagabend tot in einem Haus im Gudensberger Stadtteil Gleichen aufgefunden wurde, starb an plötzlichem Kindstod. Das ergab die Obduktion, die am Montag auf Anordnung der Polizeidirektion Schwalm-Eder und der Kasseler Staatsanwaltschaft stattfand. „Dementsprechend sind keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gegeben“, heißt es in der Pressemitteilung. 

Ursprünglich war von Familientragödie die Rede

Außerdem stellten Polizei und Behörden fest, dass entgegen der polizeilichen Erstmeldung vom Sonntagabend das 17 Monate alte Mädchen, Schwester des toten Säuglings, nicht von Rettungskräften reanimiert werden musste. Das Kind habe offenbar geschlafen und sei nach dem Eintreffen der Helfer von selbst aufgewacht. Sicherheitshalber aber seien Mutter und Kind gemeinsam mit dem Rettungshubschrauber in ein Kasseler Krankenhaus geflogen worden. 

Die Mutter stand laut Polizeimitteilung unter Schock. Sie hatte sich mit ihren zwei kleinen Töchtern in dem Haus in Gleichen aufgehalten, als sie wohl feststellte, das etwas nicht stimmte. Sie ließ ihrem Ehemann, der sich mit einer weiteren Tochter außer Haus aufhielt, eine Nachricht zukommen. Der Vater habe daraufhin einen Nachbarn der Familie um Hilfe gebeten, der in der Wohnung nach den Kindern schaute und unmittelbar darauf die Rettungskräfte alarmierte. 

Der Notarzt konnte bei dem drei Monate alten Mädchen jedoch nur noch den Tod feststellen. 

Im Einsatz waren zwei Rettungsteams, ein Rettungshubschrauber mit Besatzung, der Leitende Notarzt sowie Polizei und Kripo. Die betroffene Familie stammt aus Ägypten und lebt nach HNA-Informationen seit knapp zwei Jahren in dem Haus, das das Ehepaar gekauft hatte. Der Ehemann soll an der Kasseler Universität beschäftigt sein.

Rubriklistenbild: © pixabay.com

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.