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Keine gefährlichen Keime: Ergebnisse der Plukon-Proben aus Goldbach sind unauffällig

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Von: Cora Zinn

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Der Gudensberger Schlachthof Plukon leitet sein Abwasser in den Goldbach ein.
Der Gudensberger Schlachthof Plukon leitet sein Abwasser in den Goldbach ein. © Daniel Seeger

Die BI Chattengau und die AFA Nordhessen haben Proben am Goldbach genommen, um das Abwasser von Plukon auf multiresistente Keime untersuchen zu lassen.

Gudensberg – Über das Abwasser der Firma Plukon, Hessens größtem Geflügelschlachthofbetrieb, wird seit knapp einem halben Jahr öffentlich diskutiert. Jetzt steht fest: In den Goldbach gelangen keine multiresistenten Keime durch das Abwasser von Plukon.

Das zeigen die Ergebnisse der Wasserproben von der Bürgerinitiative (BI) Chattengau und der Aktionsgemeinschaft Agrarwende (AGA) Nordhessen am Goldbach: Laut BI-Vorstand Andreas Grede sind keine gefährlichen Keime entdeckt worden. Grede wollte Gewissheit und so entschied er, auf eigene Kosten drei Proben nehmen zu lassen. „Wir haben Proben vor dem Betrieb, hinter der Firma und in Maden nahe des Spielplatzes entnommen“, sagt Grede.

Plukon Gudensberg: Geschäftsführer Frank Grundl hat BI Chattengau eingeladen, am Klärwerk zu beproben

Diese drei Proben wurden von einem Labor untersucht, das namentlich nicht genannt werden möchte. „Mit diesen Ergebnissen ist die Gefahr zumindest für den Goldbach gebannt“, sagt Grede.

Die BI und die AGA seien überrascht gewesen, dass keine gefährlichen Keime gefunden wurden, freuten sich aber über das Ergebnis. „Vor allem kann die Bevölkerung nun endlich mal durchatmen“, sagt Grede. Für Plukons Geschäftsführer Frank Grundl sind die Ergebnisse keine Überraschung. Er betonte seit Beginn der Diskussion, dass keine Gefahr vom Plukon-Abwasser aus besteht.

Nachdem diese drei Proben entnommen wurden, ergriff Grundl die Initiative: „Er hat uns eingeladen, weitere Proben zu nehmen. Diesmal direkt am Klärwerk“, so Grede.

Zwei Labore kontrollierten nun das direkte Abwasser auf antibiotikaresistente Bakterien (MRSA)

Bei dieser Probenentnahme war ein fachkundiger Experte dabei: Dr. Markus Schimmelpfennig, Experte für Hygiene mit dem Schwerpunkt multiresistente Keime. Nicht nur die BI nahm Proben, sondern auch die Analytik-, Beratungs- & Ingenieurfirma Wessling aus Kassel, die von Plukon beauftragt wurde.

„Mir ist ein fairer und ordentlicher Umgang wichtig“, sagt Grundl. Deshalb habe er die BI eingeladen. Zwei Labore kontrollierten nun das direkte Abwasser auf antibiotikaresistente Bakterien (MRSA). Ein Ergebnis liege in zehn Tagen vor.

„Das ist ein Erfolg für uns, dass wir direkt am Klärwerk beproben durften“, sagt Grede. Sollten sich auch in diesen Proben direkt vom Klärwerk keine Keime nachweisen lassen, wäre das ein erfreuliches Ergebnis, so Grede. „Dann ist endlich klar, dass eine direkte Gefährdung der Bürger durch die Abwassereinleitung in den Goldbach nicht besteht“, sagt er. (Cora Zinn)

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