HNA-Leser setzt sich für Verkehrsschild ein

Radfahrer fordert mehr Sicherheit an Bundesstraße 254 in Dissen

Horst Liebscher (links) und Bernhard Brommer tragen beide einen Fahrradhelm und stützen sich auf ihre Fahrräder, die sie auf einem Radweg und neben einem Stopp-Schild positioniert haben.
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Sie nutzen den Radweg auf der alten Eisenbahntrasse regelmäßig: Horst Liebscher (links) und Bernhard Brommer aus Gudensberg.

Das Anbringen eines zweiten Stopp-Schildes am Radweg Gudensberg-Grifte in Dissen würde an der Bundesstraße 254 mehr Verkehrssicherheit bringen. Dieser Auffassung ist HNA-Leser Klaus Wiederhold aus Gensungen. An Ort und Stelle wurde dies von mehreren Radfahrern befürwortet.

Dissen - Bisher gibt es an dem Radweg auf der alten Eisenbahntrasse nur ein Stop-Schild aus Richtung Gudensberg und einen Querbalken aus Metall. Das Thema wird nunmehr in der nächsten Verkehrsschau besprochen. Das hat Jörg Daniel, Pressesprecher der Stadt Gudensberg, auf Anfrage der HNA mitgeteilt. Die Verkehrsschau werde voraussichtlich im Herbst stattfinden. Der Termin habe sich wegen Corona verschoben.

Der Radweg ist sehr beliebt und wird auch stark genutzt. Auch Klaus Wiederhold ist dort regelmäßig unterwegs. Bereits im Vorjahr war ihm aufgefallen, dass aus Richtung Haldorf kommend kein Stop-Schild steht. Wiederhold wandte sich an die Stadt Gudensberg, die hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung Hessen Mobil und den gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk Habichtswald, dem Gudensberg angehört. Passiert sei bisher nichts, bedauert Wiederhold im HNA-Gespräch. Auch sei ihm von Stellen, die er angesprochen habe, gesagt worden, nicht zuständig zu sein.

Würde es aus Sicht der Stadt Gudensberg zu einer erhöhten Verkehrssicherheit beitragen, wenn es auch an der anderen Straßenseite ein Stop-Schild mit Querbalken geben würde? „Solche Fragen werden mit allen an Verkehrssicherheitsfragen beteiligten Behörden und Institutionen bei der jährlichen Verkehrsschau vor Ort besprochen”, sagt Jörg Daniel. Dabei würden von allen getragene Lösungen festgelegt. In den vergangenen Jahren sei die spezielle Frage Dissen nicht Thema der Verkehrsschau gewesen, und sie sei auch nicht als spezielles Sicherheitsproblem benannt worden.

Nun werde es Thema der nächsten Verkehrsschau sein. Teilnehmer seien unter anderem die Stadt Gudensberg, Hessen Mobil, die Straßenverkehrsbehörde des Kreises, die Polizei und der Ordnungsbehördenbezirk. Aus vergangenen Beratungen wisse man, so erklärt Jörg Daniel, dass sich beispielsweise auch Interessengruppen der Radfahrer für Barrieren nur dann aussprechen, wenn es aus Sicherheitsgründen erforderlich sei.

„Barrieren selbst stellen auch eine Gefahrenquelle für Radfahrer dar und verhindern ein zügiges Überqueren von Kreuzungen”, so Daniel. Die Kreuzung sei nicht als Unfallschwerpunkt – auch nicht für Radfahrer – bekannt, betonen Jörg Daniel und Markus Brettschneider, Presssprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder.

Zu den regelmäßigen Nutzern dieses Radweges gehören auch Horst Liebscher und Bernhard Brommer aus Gudensberg. Das Stop-Schild, so sagten sie im HNA-Gespräch, diene auf jeden Fall der Sicherheit. Es sollte dann aber auch auf beiden Seiten stehen, das sei wichtig wegen der Bundesstraße. Bestmögliche Sicherheit sei schon gut, „bevor etwas passiert.”

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