Baukosten werden sich erhöhen

Sanierung des Terrano-Hallenbads in Gudensberg beginnt im Herbst

Der ursprünglich geplante Baubeginn wird eingehalten: Im September/Oktober starten die Arbeiten am Hallenbad.
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Der ursprünglich geplante Baubeginn wird eingehalten: Im September/Oktober starten die Arbeiten am Hallenbad.

Gudensberg – Mit dem Beginn der Sanierungsarbeiten am Hallenbad Terrano in Gudensberg ist im Anschluss an die Naturbadesaison im September/Oktober 2021 zu rechnen.

Damit wird der ursprünglich geplante Baubeginn eingehalten. Das hat die Gudensberger Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag mit 26 Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen der FWG beschlossen.

Der Zeit- und Kostenplan des Bades war einer von 23 Tagesordnungspunkten, für die das Parlament fast dreieinhalb Stunden benötigte.

Bereits am 27. Mai waren die Stadtverordneten über die Kostenerhöhungen und Lieferschwierigkeiten verschiedener Baustoffe und der sich daraus ergebenden Fragen informiert worden. Durch eine Änderung des Bauablaufes könnte die Sanierung trotz der akuten konjunkturellen Probleme im geplanten Zeitfenster umgesetzt werden, heißt es in der Magistratsvorlage.

Das bedeute, dass die Sanierung wie geplant im Oktober beginnen würde, aber zunächst mit den Demontagearbeiten im Innen- und Außenbereich, dem Abbruch des Beckenkopfes sowie den Fundamentarbeiten für die Lüftungsanlage. Die Gewerke, die von der Preiserhöhung und den Lieferschwierigkeiten betroffen sind, wie zum Beispiel die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten, könnten im Januar 2022 ausgeschrieben und mit einer verlängerten Ausführungszeit vergeben werden, informierte der Magistrat die Stadtverordneten.

Das Planungsbüro sehe dies als derzeit schnellsten Weg zur Wiedereröffnung des Bades. Mit einer Fertigstellung sei „im zweiten Quartal 2023” zu rechnen. Nach derzeitigem Stand erhöhen sich die Baukosten von 4,6 Millionen Euro auf rund sechs Millionen Euro. 1,9 Millionen Euro Fördergeld erhält die Stadt Gudensberg.

Das im Haushalt zur Verfügung stehende Geld für die im Jahr 2021 vorgesehenen Auftragsvergaben sei ausreichend, heißt es in der Vorlage an die Stadtverordneten. Das zusätzlich erforderliche Geld müsse spätestens im Haushaltsplan 2022 zur Verfügung gestellt werden. Nach Abzug des in Aussicht gestellten Fördergeldes sowie der Beteiligung des Schwalm-Eder-Kreises verblieben für die Stadt rund 2,050 Millionen Euro an den Gesamtkosten.

„Die Gudensberger Bürger wollen ihr Hallenbad wiederhaben.” Das betonte Kristof Hessen von der FWG-Fraktion. Das Bad sei nun schon seit vier Jahren geschlossen. Nach einer ersten Renovierung seien Baumängel aufgetreten, die erst später erkennbar geworden seien.

Bei einer Online-Abfrage der FWG hätten sich zwei Drittel der befragten Bürger für einen zügigen Baustart im Oktober 2021 und eine Fertigstellung im März 2023 ausgesprochen. Das Bad sei als Treffpunkt und Sportstätte auch für Schulen, Vereine und die DLRG wichtig, sagte Hessen. Die FWG wollte in dem Beschluss festgehalten haben, dass das sanierte Bad am 1. April 2023 eröffnet wird, nicht erst im zweiten Quartal. Dieser Antrag wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.

Karl-Adam Stiebeling (SPD) betonte, Gudensberg sei ein beliebter Lebens- und Wohnort, und es gebe bei der Badsanierung nur eine Devise: „Stadt, mach hinne.” Die Sanierung sei teuer, werde aber mit Augenmaß erledigt auf einer teuren, aber tragfähigen Basis. Alle hätten den Wunsch, bald wieder schwimmen zu können, „ohne Baden gegangen zu sein“.

Alle warten darauf, dass das Bad so schnell wie möglich wieder öffne, heißt es in einem ebenfalls angenommenen Antrag der Bürgerliste Gudensberg. Der Magistrat wurde beauftragt, den Baubeginn nicht zu verschieben. Man gehe davon aus, so Fraktionsvorsitzender Erich Müller zur Preisentwicklung, dass sich die Lage bei vielen Produkten schnell wieder beruhige.

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