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Hallenbad-Sanierung startet – Bürgermeisterin Sina Best will Sicherheitsgefühl der Gudensberger erkunden

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Von: Cora Zinn

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Auf dem Foto ist ein Gebäude zu sehen.
Es geht los: Das Terrano-Hallenbad in Gudensberg mit der Obernburg im Hintergrund wird für sechs Millionen Euro saniert. Start ist Ende März. © Ulrike Lange-Michael

Auch abseits der Coronapandemie stehen in den Kommunen wichtige Projekte und Themen an. Wir geben einen Überblick. Heute: Gudensberg.

Gudensberg – Die ersten Tage im Amt waren für Sina Best überschattet von den tragischen Ereignissen in der Ukraine. In enger Verbundenheit zur Partnerstadt von Schtschyrez musste sich die neue Bürgermeisterin erst einmal um Hilfe für ihre Freunde und Kollegen in der Ukraine kümmern. Nichtsdestotrotz hatte die 33-Jährige Zeit, uns einen Überblick über ihre anstehenden Projekte für das Jahr zu geben.

Sicherheit: Wenn sie auf eines großen Wert legt, dann ist das die Sicherheit vor Ort. „Ich möchte mir gern einen besseren Überblick darüber verschaffen, wie sicher sich die Gudensberger fühlen“, sagt Best. Einen Schutzmann vor Ort hat die Stadt schon, Best möchte aber mehr über dessen Arbeit erfahren.

Hochwasserschutz: Der Goldbach in Maden bleibt ein wichtiges Thema. Im ersten Schritt soll eine Starkregenkarte entworfen werden. „Wir müssen vorbeugende Maßnahmen entwickeln, um die Madener zu schützen“, sagt Best. Außerdem bietet das Rathaus Sprechstunden an, um Bürger über Ideen und ein Konzept zu informieren. Denn die Hauseigentümer können selbst Maßnahmen ergreifen. „Wenn die Stadt und die Anlieger etwas unternehmen, dann ist die Chance größer, vor Pfützen im Keller geschützt zu sein“, erklärt Best.

Sanierung des Terrano-Hallenbades steht kurz bevor – sechs Millionen Euro

Hallenbad: In wenigen Wochen werden die Sanierungsarbeiten im Terrano-Hallenbad beginnen. Seit über vier Jahren ruht der Badebetrieb. 2017 wurden Feuchtigkeitsschäden an Decke und Tragwerk festgestellt, die aus Sicherheitsgründen eine Nutzung des Bades unmöglich machten. „Wir hätten uns einen früheren Baubeginn gewünscht“, sagt Best, „aber nun sind wir sehr froh, dass wir alle Schwierigkeiten überwinden konnten und der Sanierungsbeginn vor der Tür steht.“

Mit den städtischen Gremien war sie sich einig, dass man weiter mit Hochdruck an der Sanierung arbeiten wolle, denn das Terrano-Hallenbad soll Bürgern und Vereinen sobald wie möglich wieder zur Verfügung stehen. Es liege Best am Herzen, dass die Jüngsten dort bald wieder schwimmen lernen können. Die Sanierung soll im Herbst 2023 abgeschlossen sein. Die Finanzierung der insgesamt sechs Millionen Euro teuren Sanierung steht fest: Von Bund und Land Hessen wurden knapp zwei Millionen Euro zugesagt. Die Zuschüsse stammen aus dem Landesprogramm „Swim“ sowie aus dem Bundesprogramm „Förderung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Die weiteren vier Millionen Euro teilen sich nach der geschlossenen vertraglichen Vereinbarung der Schwalm-Eder-Kreis und die Stadt Gudensberg.

Alter Sportplatz in Gudensberg: Jugendliche wollen, dass die Skateranlage dort ausgebaut wird

Kläranlage: Die spielt eine große Rolle – auch bei Best. „Frank Börner hat mich infiziert“, sagt sie und lacht. Abwasseranlagen waren Börners Steckenpferd. Doch bei einem gemeinsamen Besuch an der Kläranlage in Maden habe Börner die neue Bürgermeisterin aufgeklärt. „Zukünftig übernehme ich eine große Rolle“, sagt Best. Sie wird die Vorsitzende des Abwasserverbandes Mittleres Emstal sein. Der Jahresabschluss für die Kläranlage steht noch aus.

Alter Sportplatz: Der Magistrat wurde beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für ein Gesamtkonzept für die Möglichkeiten des Alten Sportplatzes in Auftrag zu geben. Das sei laut Best erfolgt. Weitere Beratungen stünden noch aus. Jugendliche wollen, dass die Skateranlage dort ausgebaut wird. „Es ist ein Treffpunkt für Jugendliche“, sagt Best.

E-Mobilität: Bald sind sie in der Innenstadt zu sehen: E-Ladesäulen. „Vor dem Rathaus steht auch bald eine Wallbox“, sagt Best erfreut. Die städtischen Fahrzeuge können dann so geladen werden. Der Energieversorger EAM ist der Dienstleister. Die Ladestationen seien einige Monate in den Sitzungen diskutiert worden.

Begegnungsort für Vereine soll im ehemaligen Coop-Supermarkt entstehen

Begegnungsstätte G1: Es wird im ehemaligen Coop-Supermarkt und späteren Teeladen am Grabenweg in der Kernstadt ein Begegnungsort für Vereine entstehen. Bests obere Priorität lautet: „Wie kann man eine bessere Kommunikation unter den Gudensberger Vereinen ermöglichen?“.

Die Bürgermeisterin verspricht sich durch diesen Ort einen großen Zulauf. Ein Ort, an dem man sich austauschen und plaudern kann, vielleicht gemeinsam einen Kaffeenachmittag verbringen kann. Laut Best hätte das einen Co-Working-Space-Charakter, was sowieso ein großer Trend sei. „Da wollen wir mit der Zeit gehen“, sagt die Bürgermeisterin.

Das Gebäude benötigt eine moderne Heizung und eine vollständige Dämmung. Außerdem werden eine Dachbegrünung und die Installation von Photovoltaikanlagen geprüft. So soll ein energetisch effizientes und im Unterhalt kostengünstiges Bauwerk entstehen. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im Oktober erwartet. Dann kann es auch mit der architektonischen Planung weitergehen. (Cora Zinn)

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