1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Gudensberg

Für ihn geht es weiter mit dem „Haushalt“ – Frank Börner ist nun ehemaliger Bürgermeister von Gudensberg

Erstellt:

Von: Cora Zinn

Kommentare

Auf dem Foto sind drei Menschen zu sehen.
Werden nun wieder mehr Zeit miteinander verbringen: Gudensbergs Ex-Bürgermeister Frank Börner mit Ehefrau Regina (links) und Tochter Marie-Cathrin. In der Hand hält er eine Skulptur, einen Raben auf einem Holzblock. © Cora Zinn

Nun ist Frank Börner offiziell der ehemalige Bürgermeister von Gudensberg.

Gudensberg – Er lässt den Stift nun ganz offiziell fallen und ersetzt ihn durch Kochlöffel, Staubsauger und Rechen. Frank Börner ist nun der ehemalige Bürgermeister von Gudensberg. Er wurde am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung nach zwölf Jahren Amtszeit offiziell verabschiedet.

Nachdem die ersten zehn Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren, gab es vor der Verabschiedung eine fünfzehnminütige Pause. Grund dafür: Die Verabschiedung Börners sollte der Höhepunkt des Abends werden. Während der Pause wurden Präsentkörbe, Tomatenpflanze und eine Skulptur (ein Rabe – die Symbolfigur Gudensbergs – auf einem Holzblock) zur Übergabe bereitgestellt. Dann eröffnete Stadtverordnetenvorsteher Jochen Noll den letzten Tagesordnungspunkt feierlich. Fortan gab es viel Lob und Dank für Börner, was ihn sichtlich sehr rührte.

Stadt Gudensberg: Frank Börners Lieblingsthema „Kläranlagen“ kam in den Reden nicht zu kurz

Es wurde auch viel gelacht. Vor allem kam Börners Lieblingsthema nicht zu kurz: Kläranlagen. In 90 Prozent der Reden fiel mindestens ein Mal das Wort Kläranlage. Wie doch seine Ehefrau Regina darunter leiden musste, hieß es augenzwinkernd. Denn selbst in den Urlauben wurden „Ausflüge“ zu solchen Anlagen unternommen. Landrat Winfried Becker scherzte, dass Regina Schäfer-Börner ihrem Ehemann, der stets stolz auf den Finanzhaushalt der Stadt war, nun zeigen könne, „wie ein Haushalt richtig funktioniert“. Sie saß mit Tochter Marie-Cathrin im Saal – und stimmte Becker nickend und lachend zu. Neben den Kläranlagen und dem Haushalt ging es um den Bau der Märchenbühne, die anfangs teilweise skeptisch betrachtet wurde. Heute aber gehöre sie laut Noll zu den Anziehungspunkten der Stadt – ein Verdienst Börners.

Stadtverordnetenvorsteher Jochen Noll: „Börner war nicht nur ein Vordenker, sondern auch ein Macher“

Den Dank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit brachte Stadtverordnetenvorsteher Noll für die städtischen Gremien, aber auch persönlich zum Ausdruck. „Frank Börner war stets ein paar Schritte voraus, wenn er an die Entwicklung und das Wohl seiner Stadt dachte.“ Börner sei aber nicht nur Vordenker, sondern auch ein Macher gewesen.

Der ehemalige Gudensberger Bürgermeister endete mit den Worten: „Leider ist es mir pandemiebedingt nicht möglich, mich von Ihnen so zu verabschieden, wie man das eigentlich von mir kennt: Nämlich mit einem gemütlichen Zusammensein.“ Dennoch sehe man sich bestimmt das ein oder andere Mal wieder – aber nur, wenn er da nicht gerade mit dem Haushalt oder dem Gärtnern beschäftigt sei. (Cora Zinn)

Auch interessant

Kommentare