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Ukraine-Krise: Gudensberger Helfer im ARD-Morgenmagazin

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Von: Daniel Seeger

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Das Kamerateam vom ARD-Morgenmagazin interviewt Wolfgang Mand (links) vom Gudensberger Partnerschaftsverein. Er ist zuständig für die Logistik und berichtet über seine Arbeit.
Das Kamerateam vom ARD-Morgenmagazin interviewt Wolfgang Mand (links) vom Gudensberger Partnerschaftsverein. Er ist zuständig für die Logistik und berichtet über seine Arbeit. © Daniel Seeger

Der Gudensberger Partnerschaftsverein organisiert Hilfe für die Menschen in der Partnerstadt Schtschyrez. Nun berichtet auch das Fernsehen über das Engagement.

Gudensberg – „Bitte nicht wundern, wenn wir Sie jetzt mehrfach begrüßen, das ist für unsere Aufnahme“, sagt der Reporter des ARD-Morgenmagazins zu Wolfgang Mand vom Gudensberger Partnerschaftsverein. Ein paar Mal wird die Szene gedreht, bis es mit dem Interview los gehen kann. Mand steht im alten Feuerwehrhaus der Stadt, hinter ihm stapeln sich die Hilfsgüter in Kisten und Paletten.

Während des Interviews ist der Kameramann oft in Bewegung, immer wieder versucht er, einen anderen Blickwinkel einzufangen. Zwischen den Gesprächen filmt er Details aus dem Lager.

Im Fokus des Reportage-Formats „Moma-Reporter“ steht das Engagement der Gudensberger. Gesendet werden soll die Reportage in der Moma-Sendung am Mittwoch. Das Magazin läuft von 5.30 Uhr bis 9 Uhr. Die Stadt Gudensberg ist seit vielen Jahren eng mit ihrer westukrainischen Partnerstadt Schtschyrez verbunden, der Partnerschaftsverein Gudensberg koordiniert die Hilfen, die dorthin geschickt werden.

Am Sonntag und am Montag war das Fernsehteam für das ARD-Morgenmagazin in Gudensberg unterwegs. „In dem Bericht soll es um das ehrenamtliche Engagement von Menschen gehen, die abseits der Großstädte wohnen, wo derzeit sehr viele Flüchtlinge aus der Ukraine ankommen, sagt Michael Höhmann vom Partnerschaftsverein. „Die meisten Flüchtlinge sind zwar in den größeren Städten, aber trotzdem wird auch in den ländlichen Regionen viel getan, um zu helfen.“

Am Sonntag besuchte das Fernsehteam unter anderem eine Familie aus Obervorschütz, die kasachische Wurzeln hat und eine ukrainische Familie bei sich aufgenommen hat. Auch in Niedenstein war das Kamerateam unterwegs, um zu zeigen, wie dort eine Flüchtlingsunterkunft hergerichtet wird.

Am Montag filmte das Team verschiedene Szenen in und vor der alten Feuerwehr im Löhner Weg. Dort berichten engagierte Helfer den Journalisten über ihre Arbeit und beluden einen Transporter mit Medizinprodukten, die in der Ukraine dringend benötigt werden. Später war das Team dann bei einer Sitzung des Krisenstabs dabei sein, um zu zeigen, wie die Hilfe koordiniert wird.

Dass die öffentliche Aufmerksamkeit wichtig für die Arbeit des Vereins ist, zeige auch die enorm hohe Spendenbereitschaft und die große Zahl an Menschen, die sich freiwillig engagieren, so Höhmann. Die Kommunen Edermünde, Niedenstein und Gudensberg haben zusammen einen Betrag von 100 000 Euro für die Hilfe in der Ukraine bereitgestellt (HNA berichtete).

Doch das ist bei Weitem nicht alles, was zusammengekommen ist, berichtet Höhmann weiter. „Zahlreiche Vereine und Privatpersonen aus der ganzen Region unterstützen uns.“ So habe sich beispielsweise die Firma Mander aus Obervorschütz dazu entschlossen, ihre Trinkgeldkasse zu spenden. 1000 Euro seien hier zusammengekommen. Und die Guxhagener Burschenschaft habe über 5000 Euro durch Ständchen des Gudensberger Fanfarenzugs in Guxhagen gesammelt. Täglich gingen so zwischen 6000 und 9000 Euro ein. Geld, das dringend gebraucht werde.

Man stehe in ständigem Austausch mit und erhalte regelmäßig Bedarfsmeldungen. „Bei uns kann man sicher sein, dass alles auch dort ankommt, wo es am dringendsten gebraucht wird“, sagt Höhmann. „Selbst wenn der Krieg von heute auf morgen vorbei wäre, wonach es nicht aussieht, muss das Land ja auch wieder aufgebaut werden“, ergänzt Dr. Eberhardt Kettlitz, der für die Stadt Gudensberg die kommunale Entwicklungspolitik koordiniert.

Bevor es nach dem Dreh in der alten Feuerwehr zum nächsten Termin geht, machen die beiden Moma-Reporter erstmal eine kurze Drehpause. „Wir machen jetzt mal ein Brainstorming und sehen uns dann später.“

Von Daniel Seeger

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