Mach Mit und 25 Ehrenamtliche testen in Gudensberg

Ohne Terminvergabe: Gudensberger Verein macht Corona-Testcenter auf

Freuen sich, wenn es losgeht: von links Jochem Hamacher und Sascha Fleddermann vom Verein Mach Mit im Testraum.
+
Freuen sich, wenn es losgeht: von links Jochem Hamacher und Sascha Fleddermann vom Verein Mach Mit im Testraum.

Das Kaufhaus für Alle des Gudensberger Vereins Mach Mit im F 26 wird zum Corona-Testcenter. Start ist bereits am Dienstag, 11. Mai. Hinter der Umfunktionierung steckt der Verein Mach Mit selbst. Er und der SC Edermünde sind einige der wenigen Vereine im Kreisteil Fritzlar-Homberg, die ein solches Angebot überhaupt bieten.

Terminvergaben sind beim Testcenter im F 26 nicht nötig und das hat einen speziellen Grund, wie Jochem Hamacher und Sascha Fleddermann berichten: Das Angebot im F 26 richtet sich generell an alle. „Aber vor allem auch an Menschen, die ohnehin Schwierigkeiten bei der digitalen Teilhabe und Sprachprobleme haben“, sagt Fleddermann, der seit April gemeinsam mit Rosa-Maria Hamacher den Vorsitz des Vereins übernommen hat.

„Mit unserem Testcenter bieten wir eine gute Ergänzung zu den anderen Testcentern in Gudensberg“, sagt er. Das Testcenter im F 26 ist das vierte in Gudensberg. In den anderen seien Tests aber hauptsächlich mit Terminvergabe möglich. Und dazu kommt: „Wir wollen es auch Menschen mit einem Migrationshintergrund erleichtern, sich testen zu lassen“, sagt Hamacher. Damit wolle der Verein seinem Anspruch genüge leisten, dem Gemeinwohl zu dienen. Der Verein setzt sich insbesondere auch in der Flüchtlingsarbeit ein. Bei der Anmeldung liegen deshalb auch Zettel in unterschiedlichen Sprachen aus.

Drei Menschen können gleichzeitig im Kaufhaus auf ihren Test warten. „Es ist auch schön, dass unser Kaufhaus dann auch mal wieder belebt wird“, sagt Hamacher. Dieses stand wegen des Lockdown seit November ebenfalls leer.

Umfunktioniert: An diesen beiden Plätzen können sich Interessierte testen.

Nach der Anmeldung und Identitätsfeststellung geht es in den Testraum, wo zwei weitere Ehrenamtliche die Tests durchführen. Geschult wurden sie vom DRK. Insgesamt 25 Ehrenamtliche haben sich bereit erklärt, zu helfen, sagt Hamacher. „Wir waren überwältigt von der Hilfsbereitschaft“, sagt er. Weitere Helfer seien natürlich gern gesehen. Danach kommen die Tests ins Labor und nach 15 Minuten hat der Getestet entweder einen positiven oder negativen Schein, sagt Hamacher. Das ganze funktioniert über eine Einbahnstraßenregelung. Für die Vorbereitung bis zur Umsetzung hat der Verein gerade einmal drei Wochen. „Auch die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und der Stadt lief reibungslos“, berichtet Fleddermann.

Die Kosten für die Vorbereitungen trägt der Verein zunächst selbst. Das seien rund 8000 Euro gewesen. Pro Testkit werden von der Kassenärztliche Vereinigung sechs Euro und weitere zwölf Euro Pauschale für Schutzkleidung erstattet. „Alles war übrig bleibt, zahlen wir an die Ehrenamtlichen“, sagt Hamacher.

Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags 14 bis 18 Uhr, sonntags von 12 bis 16 Uhr. Tests sind für alle mindestens ein Mal in der Woche zu den angegebenen Zeiten möglich.

Von Linett Hanert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.